Neue Wohnsiedlung „Lesumblick“

Vertreter des Planungsbüros und Bauamtes stellten den B-Plan 1279 vor

Für diesen Teich sollen zwei ökologisch möglichst werthaltige Ausgleichsflächen entstehen.Foto: nik

Artikel vom: 03.07.2024

Burglesum (NIK) – Merle Tönsmeyer vom Bauamt Bremen-Nord und Lars Lemke vom Planungsbüro BPW informierten den Beirat Burglesum über die Entwürfe für ein Neubaugebiet in Burgdamm, das unter der Bezeichnung „Lesumblick“ entwickelt wird. Für die Wohnraumschaffung in integrierten Lagen sei man bemüht, Nachverdichtungspotentiale auszunutzen. Aktuell fänden sich dort Leerstand und Autohandel. Man wolle eine Belebung am Burger Bahnhof erreichen. Es handle sich um einen „angebotsbezogenen“ Bebauungsplan, im Unterschied zu vorhabenbezogenen Bebauungsplänen, was flexiblere Anpassungen ermögliche.

Zur Straße hin ist eine geschlossene Bebauung geplant, dahinter werde dann eine „autofreie Welt“ beginnen. Fünf zur Wiese hin aufgefächerte Mehrfamilienhäuser sollen den namensgebenden „Lesumblick“ ermöglichen.Die Gebäude sollen dabei durch eine aufgeschüttete Fläche in Höhe von etwa einem Meter von der Wiesenfläche abgegrenzt werden. Ein Fuß- und Radweg direkt zum Lesumdeich soll diagonal die Wohnsiedlung durchkreuzen. Verkaufsflächen bis 200 Quadratmeter würden straßenseitig zur Verfügung stehen, Tankstellen und Vergnügungsstätten seien dabei nicht gewollt. Die Fassaden sollen in ortstypischem hellrotem Klinker sowie untergeordnet naturfarbenen Holzelementen ausgeführt werden.

Für den etwa 6000 Quadratmeter großen Teich, der in der Vergangenheit unter anderem zur Wollwäsche genutzt wurde, sollen zwei Ausgleichsflächen geschaffen werden, eine davon in den Blocklandwiesen, die andere am nördlichen Rand der beplanten Fläche. Eine Biotoptypenkartierung des Teichs habe Populationen von Brassen und Rotaugen sowie einen vereinzelten Aal festgestellt. Ferner gebe es eine Waldohreule, die auch in der Nähe ihr Nest habe. Der geplante Ausgleichsteich ziele auf Amphibien ab und solle eine flache Uferböschung aufweisen. Der gegenwärtige Teich sei stark verschattet mit steilen Uferböschungen.

Die Gebäudehöhen der Mehrfamilienhäuser würden 20 Meter erreichen, das Parkhaus mit „Mobility Hub“ auch für Fahrräder käme auf 25 Meter. Man habe sich gegen die Umsetzung der zunächst geplanten Tiefgarage entschieden, um das Vorhaben zu beschleunigen und weniger Beton verarbeiten zu müssen. Die Rahmenbedingungen für Bauprojekte seien insgesamt „dramatisch schlechter geworden“, wie Architekt Philipp Romeiser ausführte. Wann genau es mit der Umsetzung losgehe, könne ehrlicherweise nicht gesagt werden. Ulrike Schnaubelt von den Grünen ärgerte sich darüber, dass der Bebauungsplan nicht im Vorfeld der Sitzung zur Verfügung stand und somit nicht genauer studiert werden konnte. So erwirkte sie eine Vertagung des Beschlusses, der nun im Umlaufverfahren erfolgen soll.


Weitere interessante Artikel

„Jugendclub Ups erhalten und stärken“

Marßel (th) – Einigkeit herrschte im Quartiers-Forum Marßel. Einstimmig verabschiedete die Versammlung einen offenen Brief an die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und ...

Holzweg gesperrt

Werderland – (as) Der Holzweg durch einen Schilfgürtel im Werderland ist gesperrt. „Der Steg wurde vor 15 Jahren gebaut, als der Radweg hergestellt wurde“, berichtet Birgit ...

Mittel in Höhe von über 57 000 Euro vergeben

Burglesum – (as) Der Beirat hat die erste Rate seiner Mittel vergeben. Selten sei über so viele Anträge noch einmal gesprochen worden, stellten die Mitglieder fest. Einigkeit gab es ...

Figuren für Schaufenster

Lesum – (as) Unter dem Motto „Kunst trifft Stadtteil“ hat die Klasse Sechs des Nebelthau Gymnasiums kürzlich im Kunstunterricht unter der Leitung der Künstlerin Dorothee ...

Vorzugsvariante Radpremiumroute

Burglesum – Dem Beirat Burglesum wurde kürzlich eine Vorzugsvariante der Radpremiumroute vorgestellt. Zu Gast waren Elsche Wilts von der Senatorin für Bau, Mobilität und ...

4135,78 Euro vergeben

Burglesum – (as) Das frisch gegründete Jugendforum, dessen Vertreter sich kürzlich im Burglesumer Beirat vorstellten (wir berichteten) hatte nun erstmals zum Pressegespräch ...

Paten gesucht

St. Magnus – (as) Gestiegene Mitgliederzahlen, ein gutes Polster in der Kasse und persönliches sowie monetäres Engagement – der Förderverein Knoops Park e. V., der in ...

Frisch saniertes Heimathaus

LESUM – (as) Blickt man im Heimathaus fünf Jahre zurück, hat die Zeit ihre Spuren hinterlassen – und in dem Fall positive. Denn das Haus des Heimatvereins Lesum e. V. wurde ab ...

„Paintings for Peace“

Lesum – Anlässlich des Welttags des Buches am Donnerstag, 23. April, gibt es in der Stadtbibliothek Lesum, Hindenburgstraße 31, nicht nur gedruckten Zeilen, sondern handgemalte ...