Drei Konzepte, keine Eislaufhalle

Vegesack Marketing will neuen Winterspaß

Im vergangenen Jahr arbeitete das Vegesack Marketing beim Winterspaß unter anderem mit Motto-Bäumen. Auf diesem Bild ist zu sehen, wie Ende November die Friedenstanne am Botschafter-Duckwitz-Platz aufgestellt wurde. Foto: rdr

Artikel vom: 06.04.2025

Vegesack (rdr) – In der jüngsten Sitzung des Vegesacker Ausschusses für Straßen-, Verkehrs- und Marktangelegenheiten präsentierte Lars Ehlers vom Vegesack Marketing einen Sachstand zum diesjährigen Winterspaß. Wobei ihm der Begriff „Winterzeit“ mehr zusage, so der Senior Projektmanager. Zudem erläuterte er, dass die von vielen Menschen gewünschte Eislaufhalle aus finanziellen und ökologischen Gründen nicht mehr tragbar sei. Lars Ehlers sprach von Personalmangel, massiv gestiegenen Fixkosten und erhöhten gesetzlichen Auflagen zu Sicherheit und Brandschutz beispielsweise. Gleichzeitig seien die Besucherströme zurückgegangen.

Der Winterspaß 2024 habe wohl alle „nicht mega begeistert“, räumte der Senior Projektmanager ein. Besonders ärgerlich seien zwei kurzfristige Absagen von Schaustellern gewesen und die Tatsache, dass man in einem leerstehenden Ladenlokal eigentlich wieder den Eisstock-Cup veranstalten wollte. Das Geschäft sei dann aber verkauft worden. Lars Ehlers berichtete von Schaustellern, die man als Vegesack Marketing proaktiv angesprochen hätte, um den Winterspaß in diesem Jahr zu gestalten. Es hätte auch mehrere Anfragen gegeben. Am Ende seien nun drei Konzepte übrig, die mehrere Stände in der Vegesacker Innenstadt vorsehen – nicht, wie zuletzt, an der Ellipse konzentriert.

„Alle wollen mehr Aufenthaltsqualität“, sagte Lars Ehlers. Die drei Interessenten hätten 13 Fragen und zwei Pläne bekommen. In Kürze werde man sich mit dem Vorstand gemeinsam die Konzepte anschauen und Risiken und Chancen abwägen. Dann soll entschieden werden, wer den Zuschlag bekommt – und ob jemand den Zuschlag bekommt, denn das Ganze müsste finanziell abbildbar sein. „Ich bin sehr gespannt und freue mich, dass es drei Konzepte gibt“, erklärte Sozialdemokratin Heike Sprehe. Der parteilose Ingo Schiphorst befand den Begriff „Winterzeit“ als unterambitioniert.

„Spaß sollte schon dabei sein“, machte er deutlich und forderte einen Plan B, damit man schlussendlich nicht so dastehe wie in 2024, als es erhebliche Kritik aus der Bevölkerung gegeben habe. Heiko Werner, ebenfalls parteilos, regte an, das Ganze komplett anders aufzustellen und beispielsweise ein Neujahrsfest zu planen. Damit konnte sich Lars Ehlers nicht so recht anfreunden, denn dieKaufleute bräuchten die längere Veranstaltungszeit und würden vor Weihnachten bis zum 40 Prozent ihres Jahresumsatzes machten. 

Auch Andreas Kruse von der CDU kritisierte den jüngsten Winterspaß mit nach seinem Geschmack kaltem Glühwein am ungeschützten Stand.  Er gab Anregungen, wie man vielleicht eine Art Mini-Stall mit Strohballen zum Schutz vor Wind und Regen errichten könnte. Von Lars Ehlers erfuhr er, dass neuen Normen es erschweren würden, Rindenmulch oder Stroh zu verwenden. Der Senior Projektmanager äußerte die Hoffnung, „dass wir Ende des Monats deutlich weiter sind.“ Ende Mai soll dann ein Konzept vorliegen. 

Die Ausschussmitglieder bedankten sich bei Lars Ehlers für die Ausführungen. Weiterhin bat das Gremium nach einer Entscheidung für ein Konzept um umfassende Informationen. 


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