SPD kritisiert Ungleichbehandlung

Freikarte soll weiterhin auf dem Vegesacker Herbstmarkt eingesetzt werden können

Bislang konnten Kinder und Jugendliche auf dem Herbstmarkt mit der Freikarte bezahlen.   Foto: Archiv

Artikel vom: 15.06.2025

Vegesack (rdr) – Die Bremer Koalition will sich einen strikten Sparkurs verordnen. Aufgrund der kritischen Haushaltslage sollen Beamte im Land Bremen künftig eine Stunde pro Woche zusätzlich arbeiten – ohne, dass sie dafür bezahlt würden. Dafür hagelte es bereits Kritik, unter anderem von der Fraktion Bündnis Deutschland in der Bremischen Bürgerschaft und der Gewerkschaft der Polizei Bremen.

Außerdem soll die „Freikarte“, die alle Kinder und Jugendliche im Land Bremen bis 18 Jahre automatisch erhalten, künftig nicht mehr auf Volksfesten eingesetzt werden können. 

Im Oktober des vergangenen Jahres hatte der Senat noch getitelt: „Freikarte und Freimarkt – das passt“. Die mit 60 Euro aufgeladene Freikarte konnte bislang unter anderem auf dem Bremer Freimarkt und dem Vegesacker Herbstmarkt eingesetzt werden. Das zu ändern, soll am kommenden Dienstag beschlossen werden. Genau das hat nun die SPD im Vegesacker Beirat auf den Plan gerufen. 

Die Sozialdemokraten kritisieren die diesbezüglichen Pläne der Landesregierung – also auch der eigenen Fraktion – und haben deshalb einen Dringlichkeitsantrag für die Sitzung des Vegesacker Beirats am Montag, 16. Juni, 18.30 Uhr, im Stadthaus, gestellt. 

Sie verweisen darauf, dass es in ganz Bremen-Nord für Kinder künftig nur zwei Nutzungsmöglichkeiten der Freikarte geben würde, wenn der Vegesacker Markt entfalle – nämlich in der Volkshochschule Bremen-Nord oder in einem Schwimmbad. 

In allen anderen Fällen müssten die Kinder weite Wege in die Innenstadt auf sich nehmen beziehungsweise dorthin gebracht werden, erklären die Sozialdemokraten. In ihrem Antrag wird der Senat der Freien Hansestadt Bremen aufgefordert, die Herausnahme der Volksfeste aus den Nutzungsmöglichkeiten der Freikarte für den Vegesacker Markt nicht zu beschließen, beziehungsweise einen bereits in dieser Sache gefassten Beschluss zu revidieren. 

„Bei allem Verständnis für erforderliche zu treffende Entscheidungen mit dem Ziel der Haushaltskonsolidierung, würde diese Maßnahme zu einer nicht hinzunehmenden Ungleichbehandlung führen“, erklären die Vegesacker Sozialdemokraten.


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