Neubau verzögert sich um zwei Jahre

Eisenbahnbrücke soll nun voraussichtlich im Mai 2026 fertig sein

Kein Durchkommen: Der Brückenneubau sorgt für eine Vollsperrung. Foto: rdr

Artikel vom: 19.07.2024

Grohn (RDR) – Die Eisenbahnüberführung in der Hermann-Fortmann-Straße wird erneuert, was eine mehrjährige Vollsperrung der Straße an dieser Stelle zur Folge hat. 

Phillipp Burkhardt, Projektleiter der Deutschen Bahn für den Brückenneubau, hatte in der Februarsitzung 2020 des Ortsbeirates Vegesack eine Terminschiene präsentiert. Danach sollten die Inbetriebnahme der Brücke im Oktober 2023 und die endgültige Fertigstellung im Juni 2024 erfolgen.

Letzteres wurde dann für Mai 2025 angekündigt. Nun erklärt die Deutsche Bahn, dass die Fertigstellung für Mai 2026 vorgesehen ist. Baubeginn war im Mai 2021.

Eine Sprecherin der Deutschen Bahn fasst zusammen, was bisher passiert ist. „Bis Ende März 2023 wurden Ver- und Entsorgungsleitungen umverlegt, Hilfsbrücken eingebaut und die alten Widerlager zurück gebaut. Im März 2024 wurden die neuen Überbauten der Brücke angeliefert“, berichtet sie. „Vom 26. Juni 2024 bis 8. Juli 2024 wurden die eingebauten Hilfsbrücken ausgehoben, die Gründung der Mittelstützung der Hilfsbrücke zurückgebaut und die neuen Überbauten eingehoben. Anschließend erfolgt die Wiederherstellung des Oberbaus, der Oberleitungsanlage sowie der Leit- und Sicherungstechnik.“ 

Das sei der Grund dafür, warum die Bahnstrecke zwischen Vegesack und Burg bis einschließlich 4. August gesperrt werden müsse. Die Arbeiten in der aktuellen Sperrpause würden nach Plan laufen. Für die massiven Verzögerungen hat die Sprecherin auch eine Erklärung. „Der für August 2023 geplante Einhub der Stahlüberbauten musste aufgrund von neuen Erkenntnissen zum Baugrund verschoben werden“, sagt sie und betont: „Wir planen weiterhin mit einer Fertigstellung im Mai 2026.“ Erst dann kann laut Deutscher Bahn die Sperrung der Straße aufgehoben werden.

Dass die verzögerte Fertigstellung der neuen Brücke sich auch auf die prognostizierten Kosten auswirken könnte, verneint die Bahnsprecherin nicht, will sich aber auch nicht konkret dazu äußern. 

„Wir bitten um Verständnis, dass wir hierzu erst nach Fertigstellung belastbare Aussagen treffen können“, erklärt sie. Ursprünglich waren 18,3 Millionen Euro für den Bau veranschlagt. 

Die Verzögerungen könnten auch die Polizei betreffen. Etwa 200 Beamte sollen 2025 in das neue Polizeikommissariat am Hafen einziehen, das sich derzeit noch im Bau befindet. Müssen diese ausrücken, könnten sie dies zunächst nicht über die Verkehrsader Hermann-Fortmann-Straße.


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