Martime Meile muss belebt werden

Erste Ergbnisse möchte der Beirat 2023 sehen

Die Martime Meile in Vegesack muss attraktiver gestaltet werden. In diesem Punkt waren sich alle Beiratsmitglieder einig. Foto: TH

Artikel vom: 23.09.2022

Vegesack – (TH) Die Maritime Meile muss akttraktiver gestaltet werden. Diese Forderung ist nicht neu. Immer wieder haben sich Einzelpersonen und zuweilen Vereine und Verbände geäußert, diesem Ansinnen auch Taten folgen zu lassen. Dazu zählt die Arbeitsgemeinschaft Martime Meile, die einen umfangreichen Forderungskatalog zusammengestellt hatte. Dieses Arbeitspapier griff die SPD-Fraktion im Beirat Vegesack auf und schloss sich den Vorschlägen in vielen Punkten an. SPD Fraktionssprecher Jannik Michaelsen votierte in dem eingebrachten Antrag für eine massive Aufwertung der Meile, die nicht erst seit dem Abgang des Schulschiffes Deutschland notwenig wäre. Trotz vieler anerkennenswerten Bemühungen müssten mehr Anstregungen erfolgen. Denn Vegesack sei ein aufstrebener, sich im Umbruch befindender Stadtteil, der einen Anker benötige. Das könne die Maritime Meile sein. In diesem Zusammenhang müssten alle Möglichkeiten geprüft werden, wie eine spürbare Aufwertung zu erreichen sei. Das könne mithilfe der lokalen Akteure bewirkt werden, indem man ihr Engagement ernst nehme. Dabei müsse der Museumshaven mit einbezogen werden. So wären weitere interessante, schöne Schiffe, eine Option, die wiederum „erlebbar“ sein müsste. Rund um das Hafenbecken könne ein gastronomisches Angebot geschaffen werden. Dazu zähle das Ponton sowie einzelne Schiffe, um eine ganzjährige Aufenthaltsqualität sicherzustellen. Auch das Hafenumfeld müsse mehr eingeschlossen werden, mit kleinen Buden, Cafés und K iosk sowie Aktionsflächen für Freizeitsport und künstlerische Angebote. Es wäre notwendig, den Wasserlauf am Alten Speicher zu sanieren und den Wasserstand über die Stauklappe nach Bedarf zu regulieren. Die Gaststätte „Gläserne Werft“ müsse wieder betrieben werden. Das träfe auch für das Schulschiffhaus zu, dass mit Gastronomie, aber auch für Ausstellungen wieder mehr Leben erhalte. Das Anlegeponton an der Lesummündung, dass für das Segelschulschiff diente, müsse verlängert werden. Eine Wiederbebung verdiene das frühere Bootshaus an der Strandpromenade. Das Areal am Schlepper Regina benötige eine Auffrischung. Interessante Exponate müssten im Verlauf der Meile aufgestellt werden. Im Gespräch sei das geplante Hammerkran-Denkmal. Eine Verbesserung der infafrastrukturellen Anbindung an den Stadtteil müsse geprüft werden. Dazu zähle auch eine bauliche und konzeptionelle Erschließung der Meile für kulturelle und gastronomische Angebote und Events. Ein weiteres „Muss“ wären öffentliche Toiletten.
Der eingebrachte Antrag fusse auf den Vorschlägen der Arbeitsgemeinschaft Maritime Meile, so Heike Sprehe (SPD). Grundsätzlich erfuhren die eingebrachten Vorschläge Zustimmung. Doch der gewählte Weg stieß bei Hans Albert Riskalla (CDU) auf Ablehnung. „Wir wollen nicht, dass die SPD das Thema kapert. Wie kann man sich zum Sprecher einer Aktion machen, wenn der Urheber nicht angehört wird?“ Stattdessen wolle man bewirken, das die Arbeitsgemeinschaft ihr Vorhaben dem Beirat vorträgt. Ferner müssten die zuständigen Behörden zu den Plänen befragt und um Stellungnahme ersucht werden. Torsten Bullmahn (CDU) bewertete die eingebrachten Punkte „völlig in Ordnung“. Doch er wünsche sich, dass sich die AG Maritime Meile direkt an den Beirat wendet. Zugleich schlug er vor, das Thema an den Stadtentwicklungsauschuss weiterzuleiten. Dieses Ansinnen wurde auch von Christoph Schulte im Rodde (Grüne) geteilt. „Wir hängen in der Luft.“ Diese deutliche Kritik äußerte Andreas Kruse (CDU), der den zuständigen Behörden attestierte, nichts zu Wege zu bringen. Dazu zähle nach seiner Ansicht die Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Für die SPD-Fraktion begründete Heike Sprehe (SPD) den Schritt, mithilfe des Antrages die Arbeitsgemeinschaft in ihrem Bemühen zu unterstützen, „dass sich etwas tut“. Daher wäre ein klares Votum des Beirates wichtig.
Die Beschlussfassung sieht vor, dass die Senatorin für Wirtschaft aufgefordert wird, Kontakt mit der Arbeitsgemeinschaft aufzunehmen. Damit eine Abstimmung zwischen der senatorischen Behörde und der Arbeitsgemeinschaft erfolgen kann, müsse der Stadtentwicklungsausschuss miteinbezogen werden. „Ergebnisse sind dem Beirat im 1. Quartel 2023 vorzustellen“.


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