Ein SB-Markt mit Wohnungen wird entstehen

Schönebecker Postgebäude hat ausgedient

Das Postgebäude an der Vegesacker Heerstraße wird künftig keine Verwendung mehr finden. Auf dem gesamten Areal wird eine neue Wohnanlage mit einem SB-Markt entstehen. FOTO: TH

Artikel vom: 02.04.2022

Schönebeck – (TH) An der Vegesacker Heerstraße wird eine große Wohnanlage mit einem SB-Markt entstehen. Das künftige Projekt trägt die Bezeichnung „Schönebecker Tor“. Ein Unternehmen aus Winsen an der Luhe hat das 1,5 Hektar große Areal erworben, um dort 80 Wohneinheiten zu errichten, wo sich heute noch die Schönebecker Postfiliale befindet.  
Mit dem Einzug eines SB Marktes wird eine optimale Nahversorgung gegeben sein. Denn in Schönebeck und St. Magnus liegt auf diesem Sektor eine Unterversorgung vor. Da auf dem Steingutgelände eine weitere Wohnbebauung geplant ist, nimmt der SB-Markt eine größere Bedeutung ein. Architekt Jens Böttcher aus Hamburg stellte dem Beirat Vegesack das gesamte Vorhaben näher vor. Es werden überwiegend kleinere Wohnungen von 50 bis 60 Quadratmetern entstehen. Dazu zählen Seniorenwohnungen, auch öffentlich geförderte, aber auch Einheiten für alle Altersstufen. Für die älteren Menschen ist ein Gemeinschaftsraum vorgesehen. Auf Wunsch können einzelne Serviceleistungen gebucht werden, sofern weitere Hilfen im Alltag erforderlich sind. Im Untergeschoss ist eine Tiefgarage geplant.
Der Lebensmittelmarkt wird das Erdgeschoss bestimmen. Dazu zählt ein Backshop mit Außengastronomie. Auch eine Poststelle ist im Gespräch. Es schließen sich drei weitere Geschosse an, das 1. Obergeschoss verfügt über Loggien. Gründächer und Photovoltaikanlagen bilden den Abschluss. Das kompakte Energiekonzept schließt eine Wärmedämmung mit ein. Die Zufahrt auf das bisherige Postgelände wird bestehen bleiben, die versiegelte Fläche wird aufgelockert werden. Die Planer gehen davon aus, dass viele Kundinnen und Kunden die fußläufige Anbindung nutzen oder mit dem Rad ihre Einkäufe tätigen werden. Der Bestand von vielen großen Bäumen ist nicht gefährdet, weil der größte Teil bestehen bleibt. Eine Treppenanlage, die heute schon existiert, ist für den Höhenversatz erforderlich. Im nördlichen Bereich der Wohnanlage ist aufgrund der Nähe zur Autobahn ein Laubengang mit einer Schallschutzwand vorgesehen.  
Noch ist offen, ob ein größerer SB-Markt mit einer Gesamtfläche von 1500 Quadratmetern Einzug hält oder ein kleinerer Discounter.  Entsprechende Gespräche mit Interessenten laufen bereits.
Auch im Gespräch ist eine mögliche Unterquerung der Bahnlinie, so Rene Kotte vom Bauamt Bremen Nord. Auf diese Weise lässt sich vom Steingut-Gelände zu Fuß oder per Rad das Gelände erreichen. Daher soll eine weitere Querungshilfe an der Vegesacker Heerstraße entstehen. „Mit diesen mobilitätsverändernden Maßnahmen sind wir ambitioniert unterwegs“, so Rene Kotte. Doch man sei in Sorge, ob die vorgesehen PKW-Stellplätze ausreichen werden.
 Der Beirat fasste den einstimmigen Beschluss, dass eine Rad- und Fußgängerverbindung geschaffen wird, eine Postfiliale einzieht, der Baumbestand erhalten bleibt und eine energetische Fassade umgesetzt wird und die PKW-Stellplätze in der Tiergarage den Wohnungen zugeordnet werden. Es bleibt zu prüfen, ob eine 30er Zone in Höhe der Gebäudelage eingerichtet wird.


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