Impf-Skeptiker auf Bremen-Tour

Hubert Aiwanger, Chef der Freien Wähler, machte Station in Vegesack

Hubert Aiwanger (links) ließ sich von Wilfried Meier-Richetzky vom Schulschiffverein gut gelaunt die Deutschland zeigen. Rechts im Bild Patrick Strauß, Direktkandidat der Freien Wähler im Wahlkreis 54.FOTO: RDR

Artikel vom: 29.08.2021

Bremen-Nord – (RDR) Hubert Aiwanger war zu Besuch in Bremen. Der Chef der Freien Wähler machte dabei unter anderem Station in Vegesack, wo er sich das Schulschiff Deutschland zeigen ließ, das am 26. August nach Bremerhaven verholt werden soll.
Im Pressegespräch betonte der stellvertretende bayerische Ministerpräsident, dass es erklärtes Ziel der Freien Wähler sei, bei der Bundestagswahl eine Koalition aus SPD, Grünen und Linken zu verhindern. „Ich glaube, dass es für Deutschland wichtig wäre, dass die Freien Wähler den Sprung in den Bundestag schaffen“, sagte Aiwanger. Seine Partei sei eine „durch die Bank seriöse Truppe“, unterstrich der 50-Jährige, der mit seinen Äußerungen zur Corona-Impfung in die Schlagzeilen geraten war. Der Spitzenkandidat der Freien Wähler bei der Bundestagswahl hatte unter anderem erklärt, sich nicht impfen zu lassen, solange er nicht davon überzeugt sei. Dass er so auf populistische Art und Weise versuche, Impfskeptikern zu seinen Wählern zu machen, sei nichts weiter als ein „dümmlicher Vorwurf“. Die Entscheidung darüber, sich immunisieren zu lassen, sei jedem Einzelnen selbst überlassen, so Hubert Aiwanger. Dabei dürfe aber kein politischer Druck aufgebaut werden. „Die Freien Wähler stehen für freie Entscheidungen.“ Das Ziel seiner Partei sei es, bei einem Einzug in den Bundestag mehr „gesunden Menschenverstand in die Politik in Berlin zu bringen“, betonte der Wirtschaftsminister Bayerns. „Deutschland soll nicht zu einer linksgeführten Republik werden.“  Der Freie Wähler-Chef erklärte, seine Partei stehe für eine Alternative zur bürgerlichen Mitte. Werde man die Fünf-Prozent-Hürde überspringen, sei es wahrscheinlich, dass die Freien Wähler an einer Regierungskoalition beteiligt würden, so Hubert Aiwanger abschließend.


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