Bessere Anbindung an den ÖPNV gefordert

Zahlreiche Anträge in der Beiratssitzung

Eine umfassende Prüfung müsse erfolgen, um einen 15-Minuten-Takt auf der S-Bahn-Verbindung nach Farge zu erreichen. Dafür müsste auf Teilabschnitten ein zweites Gleis verlegt werden. Das fordert die SPD-Fraktion in einem Antrag, der die Zustimmung im Beirat fand. Foto: TH

Artikel vom: 19.02.2024

Blumenthal (TH) – Eine Flut von Anträgen lagen dem Beirat Blumenthal zur Beratung und Beschlussfassung vor. Die SPD-Fraktion hatte gleich zehn an der Zahl eingereicht. Dabei nahmen Vorschläge für eine bessere Anbindung an den ÖPNV ein größeres Gewicht ein. „Wir wollen die Finger in die Wunde legen und an Zusagen erinnern“, so Marcus Pfeiff (SPD). Das rief Holger Jahn (CDU) und seinen Parteikollegen Hans-Gerd Thormeier auf den Plan, die daran erinnerten, ähnlich lautende Anträge bereits eingebracht zu haben. Nach wie vor setzen sich die Sozialdemokraten für eine engere Vertaktung der S-Bahn-Linie bis nach Farge ein. Sie verfolgen dabei den Plan, zusätzliche Ausweichstellen zu schaffen und ein durchgehendes zweites Gleis von dem Haltepunkten Kreinsloger bis zur Turnerstraße verlegen zu lassen. Dafür könnten bestehende Gleisanlagen reaktiviert werden, die ursprünglich für die Kesselwagen des Tanklagers benötigt wurden. Notwendige technische Voraussetzungen und eine Optimierung der Fahrpläne wären aktuell notwendig. Mit ihrer Forderung erinnert die SPD an den im Koalitionsvertrag festgehaltenen Ziel, einen 15-Minuten-Takt nach Blumenthal anzustreben. Es sei untragbar, Verspätungen häufen sich, so Kay Bienzeisler (SPD). Auch für den künftigen Campus müssen nötige verlässliche Voraussetzungen geschaffen werden. Um den ÖPNV attraktiver zu gestalten, brachte die SPD eine Verdichtung der Buslinien bis 22 Uhr ins Gespräch. Ferner sollten die Bushaltestellen zeitgemäß ausgestattet werden und digitale Abfahrtsanzeigen erhalten, überdacht und mit Sitzgelegenheiten versehen werden. Durch erhöhte Bordsteine müsse ein barrierefreier Ein- und Ausstieg sichergestellt werden. 

Darüber hinaus wollte die SPD erfahren, wo sich Verkehrsunfälle häufen. Zu prüfen sei der Zustand der Brücken. Ferner möchte die SPD Näheres über die Anzahl der Hausarztpraxen erfahren. Ein Bürgerantrag bringt die Idee mit dem möglichen Ausbau der Fernwärme ins Gespräch. Diese Versorgungsweise sei eine praktische und sinnvolle Alternative zu bestehenden Gas- und Ölheizungen. Dabei brachte der Antragsteller Dieter Wagner die bestehenden Kraft- und Verbrennungswerke in Blumenthal und Farge ins Gespräch. 

Weitere Anträge sollen bewirken, dass auf der Bahrsplate ein kreativ gestalteter Bauspielplatz entsteht. Antragsteller Detlev Hansing, der gemeinsam mit Walter Metag die Idee vortrug, erklärte, viele Kinder hätten keine Gelegenheit mehr, handwerkliche Grundkenntnisse zu erlernen, die sich durchaus wegweisend für eine spätere Berufsauswahl auswirken können.  Auch Hans-Gerd Thormeier (CDU) bezeichnete es als eine spannende Sache. Doch es müsste immer eine Aufsichtsperson vor Ort sein. Daher bleibe die personelle Situation noch ungeklärt. Zugleich erinnerte Thormeier an frühere Zeiten, als am Spielhaus in der Lüssumer Heide ein entsprechendes Angebot existierte. Marcus Pfeiff (SPD) begrüßte den Vorschlag. Er plädierte dafür, das Thema im Rahmen des vorgesehenen Fördergebietes im Blumenthaler Zentrum aufzugreifen, für die Bürgerbeteiligung. 

Die Anträge der Sozialdemokraten fanden die Zustimmung im Beirat. Denn in der Sache war man sich parteiübergreifend einig. 


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