Gebäude der Begegnungsstätte erhalten

CDU fordert ein offenes Angebot für die Bürger

Das Gebäude der ehemaligen Begegnungsstätte der AWO, in der sich früher die Badeanstalt befand, droht zu verfallen. Daher möchte der Beirat Blumenthal von den Immobilien Bremen näheres erfahren, welche Nutzungspläne für das Haus vorliegen.  Foto: th

Artikel vom: 18.07.2026

Rönnebeck – (th) Die CDU-Fraktion im Blumenthaler Beirat macht sich für den Erhalt des Gebäudes der ehemaligen Begegnungsstätte in Rönnebeck stark. Christdemokrat Holger Jahn möchte erwirken, dass das Gebäude an der Willy-Dehnkamp-Straße als öffentliche Einrichtung für die Bürger wieder genutzt werden kann. Er erwartet zugleich, dass dafür ein offenes Angebot geschaffen wird. 

Ursprünglich wurde das Haus im Jahre 1950 als Badeanstalt eröffnet. Damit erhielt der gut frequentierte und beliebte Strandabschnitt eine Badeanstalt, ging Holger Jahn näher auf die Historie in seinem Antrag. Aufgrund der stark gestiegenen Verschmutzung der Weser musste das öffentliche Gebäude bereits drei Jahre später geschlossen werden. Daraufhin konnte der Kanuclub Rönnebeck einen Teil der Räumlichkeiten beziehen, die auch heute noch vom Verein genutzt werden können. 

Die Arbeiterwohlfahrt übernahm zu einem späteren Zeitraum die übrigen Räumlichkeiten und richtete sie für eine Begegnungsstätte ein. Daraus entwickelte sich ein beliebter Treffpunkt für ältere Menschen, schreibt Holger Jahn. Inzwischen wurde die Begegnungsstätte geschlossen, es kam zu keiner weiteren Nutzung, so dass die Räume dem Verfall ausgesetzt sind, befürchtet Jahn. Dieses müsse dringend verhindert werden. Denn Rönnebeck könne sich nicht leisten, dass sich am dem beliebten Streckenabschnitt an der Willy-Dehnkamp-Straße ein Leerstand eines Gebäudes abzeichnet. Abschließend werden die Immobilien Bremen um einen Bericht gebeten, welche zeitnahen Pläne für eine Nutzung für das Gebäude vorgesehen sind. Einstimmig stimmten alle Mitglieder auf der Beiratssitzung Blumenthal diesem Vorschlag zu. 

Der Straßenname Willy Dehnkamp erinnert an den früheren Ortsamtsleiter von Bremen-Blumenthal, der ab 1951 in der Landesregierung Bremen 14 Jahre als Bildungssenator fungierte und ab 1963 Bürgermeister und Stellvertretender Präsident des Senats wurde. Als Gegner der NSDAP konnte der Sozialdemokrat noch im März 1933 die meisten Stimmen auf sich vereinen. Bereits zehn Tage später wurde er verhaftet und inhaftiert. Am 22. Juni 1933 folgte durch das NS-Regime das Verbot und die Zerschlagung der SPD.


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