Hochsaison im Freibad Blumenthal

Verantwortliche gehen von einem Fortbestand der wichtigen Schwimmstätte aus

Haben insbesondere an heißen Tagen alle Hände voll zu tun: Betriebsleiter Tobias Knopp und Volker Beringer von den Bremer Bädern sowie Wolfgang Kroll, Vorsitzender des Vereins zur Förderung des Sport- und Freizeitbads Blumenthal (von links).  Foto: rdr

Artikel vom: 23.06.2026

Blumenthal (rdr) – Die Saison im Freibad Blumenthal ist im vollen Gang. Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, waren viele Vorarbeiten notwendig. Die gesamten Beckeninhalte wurde rausgelassen, und es erfolgte eine komplette Reinigung der Becken. Filter wurden bestückt und der Umwälzbetrieb wurde aufgenommen. Auch der Kiosk sei aufgewertet worden. In den vergangenen Jahren seien auch die Sanitäranlagen komplett saniert worden. 

Mitglieder des Vereins zur Förderung des Sport-  und Freizeitbads Blumenthal hätten sich stark bei der Grünpflege engagiert, die Boulebahn auf Vordermann gebracht oder Bänke gestrichen, berichtet der Vorsitzende Wolfgang Kroll. Auch Modernisierungsmaßnahmen seien erfolgt, so Betriebsleiter Tobias Knopp. Lediglich das zweite Beachfeld, auf dem Hand- und Volleyball gespielt werden kann, sei wegen Lieferschwierigkeiten noch nicht fertig. „Wir drücken die Daumen, dass es pünktlich zum Ferienstart soweit sein wird“, sagt Tobias Knopp. Der Betriebsleiter erhofft sich durch die umfassenden Attraktivierung in dieser Saison besonders regen Zulauf. Auf das Bäderkonzept 2035 angesprochen, das eine mögliche Schließung des Blumenthaler Freibads zugunsten eines Neubaus in Vegesack vorsieht, beschreibt Wolfgang Kroll seine Fassungslosigkeit, als er davon erfuhr. „Ich konnte nur mit dem Kopf schütteln. Da entscheiden Leute, die noch nie hier waren.“ Betriebsleiter Tobias Knopp ist optimistisch. „Wir würden hier nicht so viel investieren, wenn wir davon ausgehen würden, dass wir in zwei, drei Jahren schließen.“ Davon ganz abgesehen, komme dem Freibad im sozialschwachen Stadtteil eine enorme Bedeutung zu. „Viele Familien haben nicht das Geld, um in den Urlaub zu fahren. Die verbringen ihre Ferien hier.“ 

Volker Beringer, Bremer Bäder, berichtet davon, dass viele kinderreiche Familien die Schwimmstätte besuchen würden. „Das Freibad ist gut besucht. Es war schon immer ein Familienbad.“ Probleme gebe es manchmal, wenn Besucher der deutschen Sprache nicht mächtig seien und etwa nicht verstünden, warum etwas nicht erlaubt sei. Komme es mal zum Konflikt, so gehe man sofort dazwischen, so Volker Beringer. Er ärgert sich, wenn Eltern ihrer Aufsichtspflicht nicht nachkommen, wenn der Nachwuchs im Wasser ist. „Die behaupten, ‚mein Kind kann schwimmen‘, aber viele können es eben nicht“, sagt der Mitarbeiter der Bremer Bäder. Den Verantwortlichen ist es deshalb sehr wichtig, dass die Mädchen und Jungen schwimmen lernen. Derzeit seien Kinder aus drei Kitas zur Wassergewöhnung und zum Schwimmkurs da, erklärt Wolfgang Kroll. Von den rund 50 Jungen und Mädchen könnten nur drei schwimmen; zwei hätten das Seepferdchen. Unterstützt wird diese Maßnahme vom Lions Club Bremer Schweiz.

Die Verantwortlichen sind stolz auf das Freibad. „Die Lage ist hervorragend“, findet Wolfgang Kroll. „Wir haben große Liegeflächen, eine Sprunganlage mit Fünf-Meter-Turm, und das Nichtschwimmerbecken ist getrennt.“ Ferner sei das ganze Dach mit Solarabsorbern versehen. „Wir schaffen darüber in der Regel das wärmste Wasser unter den Freibädern in Bremen“, so Tobias Knoop. Das Blumenthaler sei auch das einzige unter den Freibädern, das in diesem Jahr unter der Woche bereits um 6 Uhr öffnet. Näheres zu Preisen und Öffnungszeiten unter www.bremer-baeder.de/baeder/freibad-blumenthal.


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