Die günstigsten Quadratmeter in Bremen

Ein Vergleich von Immobilienpreisen zeigt Blumenthal in einem anderen Licht

Für Blumenthal wird ein Bedarf von 720 Wohnungen bis 2030 erwartet.   Symbolfoto: fr

Artikel vom: 07.07.2026

Blumenthal (nik) – Wenig ist so schwer zu durchblicken wie der Immobilienmarkt.  Bei einem Portal wie „Immowelt“ werden Haus- und Wohnungsangebote regionaler Maklerbüros aggregiert und damit durchsuchbar und vergleichbar gemacht, so lautet jedenfalls der Anspruch. Das gibt den Betreibern immerhin eine Datenbasis, um bundesweite Vergleichsuntersuchungen anzustellen. Für Bremen wurden so die fünf teuersten und die fünf günstigsten Stadtviertel ermittelt. 

Dabei kam heraus, dass Rönnebeck, Lüssum-Bockhorn, Farge, Rekum und Blumenthal in dieser Reihenfolge die durchschnittlich niedrigsten Quadratmeterpreise vorweisen können. Und das nicht nur im bremenweiten Vergleich: In ganz Deutschland gibt es günstigere Angebote nur noch in Duisburg. Rönnebeck mit 1839 Euro pro Quadratmeter und Lüssum-Bockhorn mit 1861 Euro tauchen in den Top 20 der günstigsten Stadtviertel auf den Plätzen 11 und 14 auf. Die ersten zehn und auch dazwischen und dahinter sind allesamt Duisburger Stadtteile. Farge und Rekum mit durchschnittlich 1919 und 1923 Euro pro Quadratmeter liegen leicht darüber, im Blumenthaler Ortskern sollen es 1935 Euro pro Quadratmeter sein. Der Bremer Durchschnitt sei 2289 Euro pro Quadratmeter. Diese Zahlen sind nur eingeschränkt überprüfbar, denn wenn man nach konkreten Angeboten sucht, wird es schnell unübersichtlich. Manche Inserate werden mehrfach angezeigt und immer wieder werden gesponserte Angebote eingeblendet, die nicht dem Suchbegriff entsprechen.

Der errechnete Durchschnittswert ergibt sich etwa in Rönnebeck aus 27 Inseraten, bei denen einige Neubauten mehrfach aufgeführt scheinen. Für Lüssum-Bockhorn werden 30 Ergebnisse angezeigt. Bei den Angeboten dominieren freistehende Gebäude und Reihenhäuser, Eigentumswohnungen waren keine zu finden.

Der „Bremer Mietspiegel“ der vom Bauressort des Senats, koordiniert von der BAB Förderbank erarbeitet wurde, soll den Bürgern ermöglichen, ortsübliche Vergleichsmieten zu ermitteln. Dafür wird eine Suchmaske ausgefüllt: Zuerst werden Straße und Hausnummer angegeben, dann kann die genaue Quadratmeterzahl und Ausstattung der Wohnung eingetragen werden. Vergleichsmieten pro Quadratmeter werden bereits direkt nach der Adressangabe eingeblendet. Wenn man das bei gleichbleibender Quadratmeterzahl für verschiedene Straßenzüge wiederholt, wird deutlich: So besonders engmaschig kann das Ganze nicht sein. 

In allen Blumenthaler Ortsteilen wird ein Quadratmeterpreis von 6,37 Euro angezeigt. „Ortsübliche Vergleichsmieten“ aus älteren Verträgen liegen jeweils etwas niedriger. Die Angaben sollen aus einer repräsentativen Vermieterbefragung von März 2023 stammen. 

Im Integrierten Entwicklungskonzept IEK Blumenthal wurde als Wohnraumbedarfsprognose bis 2030 eine Neubaunachfrage von 720 Wohnungen berechnet. Für diejenigen, die einen Neubau planen, könnten die sogenannten Bodenrichtwerte interessant sein: Dieser Richtwert liegt im Blumenthaler Ortskern bei 155 Euro pro Quadratmeter, in Rönnebeck und Lüssum bei 140 Euro. Hier ist Farge mit 105 Euro pro Quadratmeter das günstigste Gebiet für Baugrundstücke.


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