Radfahren bei Eis und Schnee
Der Radweg in der Rotdornallee ist besser geräumt als der Fußweg. Foto: Jürgen Möller
Artikel vom: 11.01.2026
Bremen-Nord – (as) „Es gibt Menschen, die auch im Winter auf das Fahrrad angewiesen sind“, weiß Jürgen Möller, Sprecher der ADFC-Stadtteilegruppe Bremen-Nord.
Wer beispielsweise aus beruflichen Gründen mit dem Fahrrad fahren muss, kann einige dieser Tipps befolgen: bei Glätte den Luftdruck in den Reifen verringern. Dadurch erhöhten sich die Auflageflächen der Räder und das Fahrrad sei besser zu kontrollieren. Für klassische Fahrräder seien in Deutschland auch Spikereifen erlaubt. Weiter empfiehlt er, den Sattel tiefer zu stellen, so bekämen die Füße schneller den Kontakt zum Erdboden. Wichtig sei, beide Bremsen gleichzeitig zu nutzen: „Das ist der schnellste und sicherste Weg, um zum Stehen zu kommen.“ Wenn wegen Glatteis das Bremsen nicht mehr möglich sei, solle man die Ruhe bewahren und das Rad ausrollen lassen.
Selbstverständlich sollte sein, langsamer zu fahren und insbesondere mit dem Pedelec vorsichtiger zu beschleunigen. „Lieber früher losfahren und entspannter ankommen“, so der Experte. „Was immer gilt und im Winter besonders: vorausschauend und rücksichtsvoll zu fahren“, erklärt Jürgen Möller, der auch empfiehlt, Verständnis für andere Verkehrsteilnehmer zu haben, weil diese ebenfalls eingeschränkt unterwegs seien. Beispielsweise sei zu beachten, dass der Bremsweg der Fahrzeuge bei Eis länger ist als bei geräumten Straßen.
Weil die Mitarbeiter des Umweltbetriebs Bremen die Radwege vom Schnee befreiten, seien diese für Menschen, die per Pedes unterwegs sind, oft besser zu nutzen als die Fußwege, für deren Räumung die Anrainer zuständig sind, konnte Jürgen Möller feststellen. Deswegen bittet er die Radfahrer um Verständnis, wenn Fußgänger auf den Radweg ausweichen. Wenn der Radweg nicht geräumt sei, könnten Radfahrer auch auf Nutzung der Straßen zurückgreifen. „Letztendlich wollen alle sicher ans Ziel kommen.“
Er selbst fahre bei sinkenden Temperaturen ab drei Grad Celsius nicht mehr mit dem Rad, weil sich beispielsweise auf Brücken kleine Eisschichten bilden können; da sei das Risiko zu groß, zu stürzen.
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