40 Jahre Arbeit und Lernzentrum

„Der Weg war steinig, aber es hat sich gelohnt, zu kämpfen“ / Rückschau und Ausblick

ALZ-Geschäftsführer a. D. Ulrich Ipach (Mitte) bei seiner Rede anlässlich des 40. Geburtstags des ALZ. Hier mit Geschäftsführerin Carmen Jorek (ALZ), Thorsten Spinn, Geschäftsführer des Jobcenters, Bürgermeister Dr.  Andreas Bovenschulte, ALZ-Geschäftsführerin Susanne Hirsch und Blumenthals Ortsamtsleiter Oliver Fröhlich (von links), vorn Beschäftige und Unterstützer.Foto: as

Artikel vom: 15.09.2024

Vegesack (AS) „Wir haben nicht nur geredet, wir haben auch gemacht!“, erklärte Ulrich Ipach, der ehemalige und langjährige Geschäftsführer des Arbeit und Lernzentrum (ALZ) e. V. anlässlich des 40. Geburtstags.

Er blickte zurück auf die „schwere industrielle Krise“ vor vier Jahrzehnten, die hohe Arbeitslosenquote und die daraus folgende Gründung des Vereins Arbeitslosenzentrum Bremen-Nord, damals in der Lüssumer Heide, der das Ziel hatte, Arbeitsplätze zu schaffen. Es sei die bessere Alternative, Arbeitsplätze zu subventionieren statt Arbeitslosigkeit.

Zu den Meilensteinen des ALZ habe unter anderem der Start des Urban Gardening, die Eröffnung des Bistro Mahlzeit oder das Umweltwächter-Projekt für Bremen-Nord gehört. „Der Weg war steinig und fordernd, aber es hat sich gelohnt, zu kämpfen“, unterstrich er. Derzeit seien 1219 Menschen in geförderten Maßnahmen. Bremen habe 33000 Arbeitslose. „Das ist noch ganz viel.“ Und die haushalterischen Vorzeichen seien nicht gut; viele Kürzungen stünden an. „Wie viele Langzeitarbeitslose wollen wir uns leisten – heute und morgen?“, fragte er, bevor er sich bedankte: bei Geschäfts- und Kooperationspartnern, den Gästen aus Politik, Verwaltung, Verbänden, Vereinen, bei der Kundschaft und den Nachbarn sowie insbesondere dem ALZ-Team – „allen, die mitgeholfen haben, das ALZ zu dem zu machen, was es heute ist“.

Ortsamtsleiter Oliver Fröhlich gratulierte im Namen der drei Nordbremer Ortsamtsleiter und Stadtteile. Darauf ALZ-Geschäftsführerin Susanne Hirsch: „Wir werden hier nicht nur gesehen, sondern auch unterstützt!“

Jobcenter-Geschäftsführer Thorsten Spinn fand „Herzblut und Engagement im besonderen Maße beeindruckend“. Er setzte auf den – bewährten – ALZ-Ideenreichtum bezüglich der knapper werdenden Mittel des Jobcenters.

„Bremen hat einen harten Strukturumbruch erlebt. Damit haben wir heute noch zu kämpfen“, resümierte Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte. Er setzte auf die Entstehung von Arbeitsplätzen in der Privatwirtschaft, den Ausbau des öffentlichen Dienstes, insbesondere in der Kinderbetreuung und Pflege sowie Dienstleister für die Gemeinschaft, wie das ALZ. An den Bund gerichtet, erklärte er: „In Zeiten, in denen die Wirtschaft schwächelt, brauchen wir mehr Mittel!“ Bremen habe keinen Schatz im Keller versteckt.


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