„Minima naturalia“
Dr. Katja Pourshirazi, Leiterin des Overbeck-Museums, freut sich auf die neue Ausstellung, die sich zum Zeitpunkt der Entstehung des Fotos noch im Aufbau befand. Foto: as
Artikel vom: 20.03.2026
Vegesack – (as) „Es geht um die kleinsten Bausteine in der Natur. Woraus bestehen Dinge?“, so Dr. Katja Pourshirazi, Leiterin des Overbeck-Museums. Hier wird ab Sonntag, 22. März, eine neue Ausstellung gezeigt: „Minima naturalia“ von Akkela Dienstbier, deren Werke mit denen von Fritz Overbeck und Hermine Overbeck-Rothe zu sehen sein werden.
„Der Titel war passend zu den Bildern, weil Akkela Dienstbier viele Elemente der Natur isoliert betrachtet.“ Die Künstlerin frage nicht nur, „Was ist Natur?“, sondern auch: „Was macht ihre Schönheit aus?“ Das schärfe den Blick für eine genauere Wahrnehmung. Zudem werde sie nicht losgelöst vom Menschen betrachtet, sondern man sehe auch dessen Eingriffe. „Es geht um das Verhältnis Natur und Mensch“, erläutert Dr. Katja Pourshirazi.
So vermische Akkela Dienstbier die Vogelperspektive mit der des Spaziergängers, stelle wilde Flussverläufe der Geradlinigkeit der menschlichen Bauweise gegenüber und zeige die Auswirkungen der Veränderungen, wie beispielsweise Hochwasser, auf. Weiterhin kombiniere sie Bilderrahmen mit Naturelementen; so entstünden neue Kunstwerke. Mit in Kleinstarbeit ausgeschnittenen Astzeichnungen ahme sie die Natur nach und verwende zudem reale und selbstgetrocknete und eingefärbte Pflanzen.
Von den Overbecks habe sie Bilder herausgesucht, die den Blick auf einzelne Elemente in der Natur lenken, berichtet die Museumsleiterin. Neben Ölgemälden seien Radierungen und Zeichnungen zu sehen. Ein japanisch anmutendes Werk von Fritz Overbeck, was er laut Dr. Katja Pourshirazi sicherlich nicht ausgestellt hätte, hat seinen Platz auf einer der Tafeln gefunden. „Ich finde schön, wie modern Overbeck wirkt, wenn der Zufall ins Spiel kommt“, sagt sie darüber.
Dagegen geordnet wirken die Gänseblümchen von Akkela Dienstbier, akkurat sind ihre Stickereien. „Sie bringt die Natur in eine eigene Ordnung.“ Dabei gehe es um den ästhetischen Genuss und die Freude an der Schönheit.
Mehr über die 1962 in Erlangen geborene Künstlerin und ihre Werke ist unter www.akkela-dienstbier.com zu finden.
Die Ausstellung wird am Sonntag, 22. März, 11.30 Uhr, eröffnet; die Künstlerin dazu erwartet. Der Eintritt ist frei. Führungen mit Dr. Katja Pourshirazi werden jeweils sonntags, 10. und 31. Mai, 11.30 Uhr, angeboten sowie am 17. Mai zum Tag der offenen Tür, anlässlich des Internationalen Museumstags und zur Langen Nacht der Museen am Samstag, 30. Mai, von 18 bis 0 Uhr.
Weitere Infos gibt es unter www.overbeck-museum.de.
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