Spatenstich auf historischem Boden

Startschuss für Solitär 2: Im Steingutquartier werden geförderte Wohnungen gebaut

Bei bestem Wetter erfolgte der Spatenstich auf dem ehemaligen Gelände der Steingut.   Foto: rdr

Artikel vom: 18.03.2026

Grohn – (rdr) Auf dem ehemaligen Gelände der Norddeutschen Steingut soll ein gemischt genutztes, nachhaltiges und urbanes Stadtquartier mit Wohnraum, Gewerbe, wie Praxen und Pflegeeinrichtungen, Gastronomie sowie zwei Kitas gebaut werden.

Für ein Gebäude, das Projekt Solitär 2, mit 62 geförderten Mietwohnungen wurde der traditionelle Spatenstich gefeiert. Dort sollen auf 3750 Quadratmetern Zwei- bis Dreizimmer-Wohnungen mit einer Fläche von 40 bis 75 Quadratmetern entstehen. Diese sollen Ende 2027 bezugsfertig sein.

Zum Spatenstich konnten die Geschäftsführer der Investorin Steingut Projekt GmbH & Co. KG, Thorsten Nagel und Olaf Mosel, Bremens Bausenatorin Özlem Ünsal, Abgeordnete der Bremischen Bürgerschaft, Vegesacker Beiratsmitglieder, Architekten, Vorstände aus der Baubranche, Vertreter des Bauamts Bremen-Nord und viele andere begrüßen.

Thorsten Nagel sprach in seiner Rede von bezahlbarem Wohnraum in einem bedeutenden Quartier, der geschaffen würde, und von einem zeitgemäßen Gebäude.

Olaf Mosel berichtete davon, dass es sechs Jahre lang von ersten Gesprächen mit dem damaligen Steingutvorstand bis zum Spatenstich gedauert habe. Und in dieser Zeit sei einiges passiert, so Olaf Mosel und zählte beispielhaft das Streichen der KfW-Förderung für die Effizienzstufe 40, die gestiegenen Zinsen oder die explodierenden Baukosten auf. Auch Özlem Ünsal, Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung, verwies auf die herausfordernde Zeit, in der bezahlbarer Wohnraum besonders gebraucht würde. „Einfach können alle, aber wichtig ist es, das Beste herauszuholen“, sagte sie. Sie befand aber auch in Richtung der Investoren: „Hier schlagen ganz stark Herzen für den Bremer Norden.“ Man sei zwingend auf Bewegung im Bau angewiesen.  Ferner lobte die Senatorin, dass der alte Industrie-Schornstein sowie vier prägnante Gebäude aus der Steingutzeit erhalten bleiben. „Das finde ich wichtig.“

Nach Abriss aller anderen Gebäude wurden die ersten Erschließungsmaßnahmen und Hochbauaktivitäten im Sommer 2025 gestartet. Der architektonische Entwurf für das Areal stammt von dem Berliner Büro Schönborn Schmitz Architekten. 


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