„Wir dürfen euch nicht verlieren“
Agnes Kondering, Behzad Rooshanpour und Mansoureh Zarandi (von links) freuen sich auf den 27. Februar. An diesem Tag ist die Premiere des Films „Wir dürfen euch nicht verlieren“.Foto: as
Artikel vom: 24.02.2026
Bremen-Nord – (as) Agnes Kondering hat wieder einen Film gedreht. Es ist ihr zehnter öffentlich aufzuführender und soll der letzte sein. „Wir dürfen euch nicht verlieren“, lautet der Titel. Die Premiere mit Musik findet am kommenden Freitag, 27. Februar, statt. Mit dabei sind die Gruppe Saba, bestehend aus Mansoureh Zarandi, Behzad Rooshanpour und Mohsen Kakavand aus dem Iran sowie Ulli Simon aus Chile. Ihre Lebensgeschichten werden in dem Film erzählt, jede mit einem anderen Aspekt, berichtet Agnes Kondering.
„Das Einzige, was ich mitgebracht habe, war die Musik. Sie habe ich in meinem Herzen mitgenommen.“ Mansoureh Zarandi ist nur mit wenig mehr als einer Kassette mit Kinderliedern aus dem Iran geflüchtet. Sie singe für ihr Volk, insbesondere für die Kinder, und will den Frauen ihrer Heimat eine Stimme geben. Dort dürften sie nicht solo auftreten. Hier seien sie und ihre Musikerkollegen gut integriert.
Behzad Rooshanpour hat 29 Jahre im Iran gelebt, seit 38 Jahren ist er in Bremen und hier verwurzelt. Er spielt unter anderem die Santur, ein Saiteninstrument, die „Uroma des heutigen Klaviers“, wie er sagt. Jeder Ton sei wie ein Samen, wenn man ihn in die Welt gebe, entstünden Frieden, Liebe und Fröhlichkeit.
„Ihr seid Beispiele für die Menschen, die hier schon lange leben“, so Agnes Kondering.
Sie weiß, dass die gesellschaftliche Situation schwieriger und die Menschen ängstlicher geworden seien. Doch: „Wir wollen das Miteinander weiter pflegen.“ Im Film gehe es unter anderem um die Freude an der Musik. Er sei nicht traurig, auch wenn er ernste Themen enthalte, wie Flucht und Vertreibung. Er soll Mut machen. „Ich hoffe, dass viele erfüllt aus dem Film kommen. Es geht ans Herz, was ihr sagt.“
Zu sehen seien Konzertausschnitte aus verschiedenen Jahren und die Interviews mit den Musikern, die den 47-minütigen Streifen mit ihrer Weltmusik ergänzen.
Übrigens spielen Mansoureh Zarandi und Behzad Rooshanpour auch persische Musik für besondere Anlässe, wie Vorlesungen, Ausstellungen, Gedenkfeiern oder Konzerte. Unter b.rooshan@t-online.de kann Kontakt aufgenommen werden.
Die Premiere des Films ist am Freitag, 27. Februar, 18 Uhr, in der Kirche Heilige Familie, Grohner Markt 7. Der Eintritt ist frei.
Eine Wiederholung wird am Samstag, 7. März, 17 Uhr, in der Christophorus-Kirche, Menkestraße 15, gezeigt. Auch hier ist der Eintritt frei. Weitere Vorführungen sind für den Herbst geplant.
Agnes Kondering will nun voraussichtlich keine Filme mehr drehen. Stattdessen will sie in der Schule Am Wasser Lesepatin werden. „Ich bin immer neugierig, wie es wirklich ist. Es wird viel geredet. Ich möchte mir ein Bild machen.“
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