Beratung statt „Dünenkind“  

Secondhandladen muss zwei Projekten weichen

Mit dem Secondhandladen in der Grohner Düne verlieren die Bewohnerinnen und Bewohner ein Angebot, das als abgespeckte Variante weitergeführt werden soll. Foto: rdr

Artikel vom: 10.03.2026

VEGESACK – (red) Der Secondhandladen Dünenkind, Friedrich-Klippert-Straße 12, schließt Ende März  seine Verkaufsräume. Unter dem Motto „Eine große Tasche füllen – nur drei Euro“ können Kundinnen und Kunden noch bis zur Schließung vorbeikommen, stöbern und sich günstig mit gut erhaltener Kinderkleidung, Babyausstattung und Spielzeug eindecken. 

   Der Standort wird durch den Quartiersverbund, zu dem auch das SOS-Kinderdorf gehört, neu genutzt. In die Räume ziehen zwei Projekte ein: Die Beratung „Ankommen im Quartier“ des Amts für Soziale Dienste unterstützt Geflüchtete im eigenen Wohnraum bei Fragen zu Behörden, Arbeit, Bildung und Alltagsangelegenheiten. Das BIWAQ-Projekt „Dünenweg“ des alz richtet sich an Familien mit Migrationshintergrund und bietet einen geschützten Raum für Austausch, Beratung, Workshops und gegenseitige Unterstützung, inklusive Kinderbetreuung. Das Secondhandangebot soll künftig – mit Unterstützung der Verbundspartner – in Form von Pop-Up-Verkäufen durch Bewohnerinnen und Bewohner in den Spielkreis-Räumlichkeiten des SOS-Kinderdorfs, Friedrich-Klippert-Straße 8, selbst organisiert werden. Die Entscheidung des SOS-Kinderdorfs Worpswede, das Ladengeschäft Dünenkind an den Quartiersverbund abzugeben, beruht auf finanziellen aber vor allem auf inhaltlichen Überlegungen. Das gemeinsame Ziel im Quartiersverbund sei es, Teilhabe, Begegnung und Befähigung im Stadtteil nachhaltig zu fördern, so Christian Ganske, Quartiersmanager in Grohn. Jennifer Ohlrich, Bereichsleiterin vom SOS-Kinderdorf Worpswede, erklärte, die Räumlichkeiten seien zentral gelegen, sodass sie für Ratsuchende im Stadtteil leicht zu finden seien.


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