„Kontinuität und Innovation verbinden“

Jürgen Kuck (SPD) möchte Bürgermeister der Gemeinde Ritterhude werden

Jürgen Kuck zog es 2001 in den Ritterhuder Gemeinderat. FOTO: FR

Artikel vom: 20.08.2021

Ritterhude – (NAD) Jürgen Kuck, ist 58 Jahre alt und Vater von drei erwachsenen Kindern. Er wurde in Hagen im Bremischen geboren, wohnt mittlerweile aber seit 33 Jahren in Ritterhude. Er hat eine Ausbildung zum Elektroinstallateur gemacht, zehn Jahre in seinem Beruf gearbeitet und anschließend ein Technikerstudium der Elektrotechnik abgeschlossen. Heute ist er  Fachpraxislehrer an einer berufsbildenden Schule in Bremen. Seit 1980 ist er Gewerkschaftsmitglied und seit 2012 gewählter Personalrat. In den Ritterhuder Gemeinderat zog es ihn 2001 und 19 Jahre davon war er Vorsitzender der SPD-Fraktion.

Das BLV: Haben Sie schon länger mit der Idee gespielt, Bürgermeister der Gemeinde Ritterhude zu werden?

Jürgen Kuck: Nein, das habe ich nicht. Bürgermeister zu sein, heißt Verantwortung zu tragen, Menschen mit ihren jeweiligen Stärken wahrzunehmen. Verlangt wird die Fähigkeit, unterschiedliche Interessen zu gemeinsam getragenen Zielen zu bündeln und konsequent an deren Umsetzung zu arbeiten. Das entspricht meiner Art zu arbeiten. Diese Kompetenzen und Erfahrungen aus 20 Jahren Ratsarbeit möchte ich jetzt im Amt des Bürgermeisters einbringen.

Das BLV: Welches Potenzial steckt in Ritterhude?

Jürgen Kuck: Ritterhude bietet viel: Eine gute verkehrliche Erschließung, vielfältige Arbeitsplätze, beste Wohnlagen, die Nähe zur Großstadt Bremen, Raum für Naherholung, Sport und Tourismus in wunderbarer Natur, kulturelle und künstlerische Angebote, soziale Einbindung in aktive Vereine, eine umfassende vorschulische Kinderbetreuung, alle schulischen Bildungsstätten, Wohn- und Betreuungsangebote für Ältere. Ich denke, dass eine genaue Analyse all dieser Potenziale Daten für sinnvolle Veränderungen im Rahmen des Gemeindeentwicklungskonzepts liefern kann!

Das BLV: Gibt es Bereiche, die Ihnen besonders am Herzen liegen?

Jürgen Kuck: Ja, ich möchte wissen, was die Bürgerinnen und Bürger sich für die Zukunft wünschen, um dann miteinander das Beste für Ritterhude zu erreichen. Folgende Schwerpunkte sollten dabei berücksichtigt werden: bedarfsgerechter Ausbau der Betreuung der Jüngsten, zukunftsfähige – auch digitale – Bildung für alle in Ganztagsschulen, erweiterte Formen der Bürgerbeteiligung, Anstrengungen für bessere ärztliche Versorgung, bezahlbares Wohnen und soziale Unterstützung in schwieriger Situation, klimagerechter Nahverkehr, Ausbau der Freizeit- und Sportangebote und eine zukunftsgerechte Wirtschaftsförderung zur Sicherstellung von Arbeitsplätzen und der Finanzierbarkeit unserer Gemeindeaufgaben.

Das BLV: Gibt es Fehlentscheidungen, die in der Vergangenheit getätigt wurden, die Sie gerne beheben würden?

Jürgen Kuck: Nein, jeder neu gewählte Gemeinderat und Bürgermeister baut seine Politik auf den Entscheidungen der vorher Gewählten auf, bezieht neue Aspekte ein, blickt auf die Erfordernisse der Zukunft und entscheidet nach bestem Wissen. So möchte ich es auch machen – Kontinuität und Innovation verbinden!

Das BLV: Wenn Sie Menschen, die Ritterhude noch nicht kennen, von der Gemeinde berichten, was ist das erste, was Sie erzählen?

Jürgen Kuck: Hier leben großartige Menschen, die sich in Vereinen engagieren, künstlerische Angebote genießen, zusammen feiern, ein Ohr für den Nachbarn haben. Hier ist Raum für Familien, Platz zum Erholen mit bes-ten Chancen für ein sinnvolles Leben. Ritterhude bietet Kulturveranstaltungen aller Art, wunderbare Ernte- und Schützenfeste, stilvolle Weihnachtsmärkte und das überregional bekannte Hammefest. Ritterhude pflegt Kontakte zu den Menschen in Partnergemeinden wie Bad Belzig, in Polen und in Frankreich – auch mit unseren Jüngsten. Sie sind ein wichtiger Beitrag für dauerhaften Frieden mit unseren Nachbarn. In Ritterhude wird jährlich den Opfern der Nazidiktatur ein ehrendes Gedenken zuteil – eine wunderbare Art aus der Geschichte zu lernen. Es lohnt sich, hier zu leben! Ich würde Fotos zeigen.

Das BLV: Warum sollten die Bürger gerade Sie am 12. September wählen?

Jürgen Kuck: SPD und CDU unterstützen gemeinsam meine Kandidatur für das Bürgermeisteramt. Zur Begründung sagten ihre Verantwortlichen sinngemäß der Presse: Jürgen Kuck „habe in mehr als zwei Jahrzehnten gezeigt, dass er es vermag, immer wieder verschiedene Meinungen zusammenzuführen. Dies zeichne ihn aus. Er habe damit eine bedeutsame Eigenschaft, die ein Bürgermeister haben müsse: Er leiste es, Menschen aller Altersgruppen und Interessenlagen in Einklang zu bringen und das Verbindende herauszustellen. Er stehe für ein Miteinander!“ Und so ist es: Ich bin davon überzeugt, dass uns allen ein nach konstruktiver Diskussion entstandenes  Miteinander mehr hilft, als unsinnige parteipolitische Auseinandersetzungen. Unterstützen Sie diesen Weg! Ich bitte Sie bei der Wahl des Bürgermeisters um Ihr Vertrauen und um Ihre Stimme!

Das BLV: Vielen Dank für das Interview.


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