„Den Geist des Miteinanders pflegen“
Auf dem Neujahrsempfang im Hamme Forum Ritterhude begrüßten das neue Jahr Landrat Bernd Lütjen, Bürgermeister Stefan Schwenke (Worpswede), Bürgermeisterin Christina Jantz-Hermann (Schwanewede), Bürgermeister Jürgen Kuck (Ritterhude) IRB-Vorsitzende Simone Schröter und Ortsamtsleiter Gunnar Sgolik (Vegesack) (von links).Foto: th
Artikel vom: 22.01.2026
Ritterhude – (th) „Ich wünsche uns ein Jahr kluger Entscheidungen.“ Mögen dabei unkomplizierte Lösungen eine größere Rolle spielen. Simone Schröter, Vorsitzende der Interessengemeinschaft Ritterhuder Betriebe (IRB), nannte auf dem Neujahrsempfang Beispiele, wie es in Ritterhude weitergehen kann. „Wir wollen zielführend eine Menge bewegen. Das neue Jahr soll uns Mut machen.“ Da sich die Welt immer schneller drehe, wären die Betriebe stark gefordert und hätten eine Menge geleistet. Simone Schröter zeigte sich optimistisch, gemeinsam die Zukunft zu meistern. Die Bürokratie dürfe nicht weiter um sich greifen. Es mache für die Betriebe wenig Sinn, immer mehr Formulare auszufüllen.
Den Abend gestaltete die Gastgeberin gemeinsam mit der Gemeinde. Bevor Bürgermeister Jürgen Kuck die Begrüßung der Gäste vornahm, ließ die IRB-Vorsitzende einige Ereignisse Revue passieren. Erfreulicherweise werde der Brückenbau am Hamme Forum wie geplant im Mai fertig gestellt sein, sofern es nicht zu einem weiteren Wintereinbruch kommt. Aufgrund des Baus eines neuen Bahnübergangs soll es zu einer dreimonatigen Sperrung der Neuen Landstraße kommen. Dann folge der Neubau der Schlossbrücke.
Ein wichtiges Ereignis werde der 13. September sein, wenn in Ritterhude ein neuer Bürgermeister und Gemeinderat gewählt wird. Die IRB will rechtzeitig zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion mit den Spitzenvertretern der Parteien einladen. Fest stehe, dass der amtierende Bürgermeister Jürgen Kuck (SPD) eine weitere Kandidatur anstrebt. Es wäre wünschenswert, wenn sich weitere Bewerber zur Wahl stellen würden.
Für die IRB-Chefin gibt es Anzeichen, dass es Strömungen gäbe, die bewährte Demokratie zu schwächen, so ihre mahnenden Worte. „Aber was ist uns wichtig, was bringt uns voran?“, so ihre Frage. Es wären die über 100 Mitglieder der IRB, die eine aktive Gemeinschaft repräsentieren.
Umfangreich fiel die Namensliste aus, als Bürgermeister Jürgen Kuck die Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Vereinen begrüßte. Aus der Partnerstadt Bad Belzig waren Wirtschaftsförderin Kathleen Berger und der Geschäftsführer der Stadtwerke, Jan Dworacek, gekommen. „Der Geist des Miteinanders muss gepflegt werden“, sagte Jürgen Kuck und zeigte sich besorgt über die jüngste internationale Entwicklung. Auf das Schärfste verurteilte er den Eingriff von US-Präsident Trump in Venezuela.
Offensichtlich sei es opportun, das Völkerrecht zu missachten. Auch sein Handeln gegenüber Grönland lasse Schlimmes vermuten. Rückblickend verwies der Rathauschef auf „eine Zeit, in der uns viel abverlangt wurde“. Als Beispiel nannte er einen gravierenden Arbeitskräftemangel. Die bestehende Koalition im Bund hätte inzwischen Fuß gefasst. „Doch wir wünschen uns mehr Mut und Entscheidungskraft.“ Es bedürfe einer umfangreicheren Reform sämtlicher sozialer Sicherungssysteme. Kritisch äußerte sich Jürgen Kuck über die hohe Anzahl von Krankenkassen und drückte zugleich seine Hoffnung aus, dass die Rentenkommission eine tragfähige Lösung finden werde.
Erfreulicherweise konnte die Gemeinde den Haushalt stabilisieren und die kommunale Wärmeplanung abschließen. Weitere Maßnahmen werden der Ausbau der digitalisierten Zukunft und der Klimaschutz sein, um eine CO2-neutrale Energieversorgung zu gewährleisten. Der Bunkenburgsweg wird zu einer Fahrradstraße umgewandelt. Ferner würde viel Geld in die Bildung investiert. Dafür war der Ausbau einzelner Schulgebäude notwendig. Und „last but not least“ werden eine neue Schlossbrücke und eine neue Querung der Bahn bevorstehen. Dafür konnten Fördermittel akquiriert werden. Zugleich unterstrich Jürgen Kuck sein Bemühen, die Wirtschaft zu stärken „Denn die Unternehmen sollen hier Zukunft haben.“
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