„Das wird wirklich gut gebraucht“

Förderverein des NRZ Friedehorst übergab offiziell zwei Geräte

Sie freuten sich über die nun offiziell übergebenen Geräte: Elke Rohr, erste Vorsitzende des Fördervereins NRZ Friedehorst e. V., deren Ehrenvorsitzende Inge Sandstedt, Andreas Güttler vom Vorstand des Fördervereins, Dr. René Kakos, Chefarzt der Neurologie, Sabine Tietjen vom Ortsamt in Vertretung des Ortsamtsleiters Florian Boehlke und Theda Hasenkamp vom Kuratorium der Stiftung (von links). FOTO: AS

 

Artikel vom: 23.08.2021

Lesum – (AS) Über drei Millionen Euro hat der Förderverein Neurologisches Rehabilitationszentrum (NRZ) Friedehorst e. V. bereits für die NRZ gGmbH gesammelt, mit denen unter anderem technische Geräte angeschafft wurden. Kürzlich wurden mit einer kleinen, coronakonformen Feier zwei weitere Apparaturen offiziell übergeben.

Dr. René Kakos, Chefarzt der Neurologie, zeigte sich erfreut über ein hochmodernes Gerät, mit dem hochauflösende Bilder per Endoskop erstellt werden können. Untersucht würden damit Schluckstörungen. Es müsse verhindert werden, dass Speiseteilchen in die Lunge geraten, da diese Lungenentzündungen verursachen können, was den Krankheitsverlauf verlängere und die Behandlungskosten erhöhe, erklärte er. Mit dem Gerät – Kosten: 34000 Euro – werde das Schlucken mit flüssiger, breiiger und fester Nahrung überprüft.

Das NRZ könne auch externe Ärzte an dieser Technik ausbilden, so der Chefarzt. Er wünsche sich zudem ein Magensondenmodul, da die Patienten derzeit mit so einem Gerät nur extern untersucht werden könnten.

Dieter Sesterhenn ist therapeutischer Leiter im NRZ. Er freute sich über das zweite Gerät, ein Laufband im Wert von 15000 Euro. Dieses ist mit einer Rollstuhlrampe und einer Unterarmauflage ausgestattet. Erstere dient dazu, dass der Patient besser auf das Laufband kommt, was die Therapeuten entlaste, mit der zweiten könne der Laufende sich abstützen. Zudem sei das Laufband stufenlos zwischen 0,1 und 18 Kilometern pro Stunde verstellbar.

„Uns sind das Rehazentrum und die Patienten wichtig“, betonte Elke Rohr, die erste Vorsitzende des Fördervereins, den es seit 1995 gibt. Sie lobte das Engagement des Gründungs- und nun Ehrenmitglieds Inge Sandstedt: „Ohne dich hätten wir das nicht so wuppen können.“

Sabine Tietjen, in Vertretung von Ortsamtsleiter Florian Boehlke, übermittelte Grüße und betonte die Bedeutung des Neurologischen Rehabilitationszentrums für Bremen und Umgebung.

Das ehrenamtliche Engagement und die Spenden des Vereins seien wichtig, um die Dinge zu erwerben, die von den Kostenträgern nicht finanziert würden, war bei der Feier zu erfahren.

Die Ehrenvorsitzende Inge Sandstedt dankte dem Ärzteteam sowie den Sponsoren. „Es ist ein Glück, dass wir das erreichen konnten“, freute sie sich über die Spendensumme von über drei Millionen Euro. „Das wird wirklich gut gebraucht.“ 


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