Die Umweltwächter sind zurück
Die drei Nordbremer Ortsamtsleiter, Sozialsenatorin Dr. Claudia Schilling, alz-Geschäftsführerin Susanne Hirsch und Kollegen begrüßten die fünf neuen in gelb gekleideten Umwektwächter.Foto: rdr
Artikel vom: 27.02.2026
Bremen-Nord – (rdr) Vor 14 Monaten lief das Projekt aus; nun kommt es zur Neuauflage: Kürzlich wurden die fünf neuen Umweltwächter für Bremen-Nord vorgestellt. Das vom Arbeit und Lernzentrum e.V. (alz) koordinierte Projekt wurde im Beisein der drei Ortsamtsleiter sowie Sozialsenatorin Dr. Claudia Schilling präsentiert.
Die Umweltwächter sorgen nicht nur für Sauberkeit in den Stadtteilen, sondern sie sensibilisieren Bürgerinnen und Bürger dahingehend, bewusster mit der Umwelt umzugehen und keinen Unrat achtlos wegzuwerfen. Die fünf Männer befinden sich im Bürgergeldbezug und haben so die Möglichkeit, etwas dazu zu verdienen. Ende 2024 konnten bereits sechs von elf Umweltwächterinnen und -wächtern in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übergehen, zwei hätten eine Umschulung begonnen, teilte Sozialsenatorin Dr. Claudia Schilling mit.
Sie erklärte, es handele sich um ein besonderes Comeback. „Diese Zahlen zeigen: Der Einsatz lohnt sich doppelt, für die Teilnehmenden und für die Stadt“, so die Senatorin. „Bei den Umweltwächtern sehen wir ganz konkret, dass Beschäftigungsförderung wirkt. Hier bekommen Menschen echte Chancen auf Teilhabe und Arbeit.“ Die Nordbremer hätten zudem zusätzliche Ansprechpartner zum Thema Müllbeseitigung und Sauberkeit. So würden auch die Lebensqualität und das Sicherheitsgefühl erhöht.
Susanne Hirsch, Geschäftsführerin des alz, erklärte, das Projekt sei ein wichtiges Angebot. „Ich freue mich sehr, dass die Umweltwächter wieder starten. Für mich verbinden sie aktiven Umweltschutz mit echter sozialer Teilhabe. Das Projekt schafft sichtbaren Nutzen für unsere Stadt und gibt Menschen die Chance, sich einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und neue berufliche Perspektiven zu entwickeln. Es stärkt Selbstvertrauen, vermittelt Struktur und fördert Kompetenzen. Genau diese Verbindung aus Sinn, Verantwortung und Zukunftschancen macht die Umweltwächter für mich und das alz so wertvoll.“
Die Umweltwächter werden in diesem Jahr mit insgesamt 62000 Euro aus Landes- und Projektmitteln gefördert. Im Ressort der Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration werde derzeit geprüft, ähnliche Projekte in weiteren Stadtteilen umzusetzen.
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