Beirat: Beschluss vertagt

Planungsgebiet „Westlich Zentrum Lesum“ erneut auf Tagesordnung

Ein Beschluss soll am Dienstag, 17. März, gefasst werden.  Foto: as

Artikel vom: 16.03.2026

Burglesum – (as) Um eine Anpassung des Planverfahrens zum Bebauungsplan 1277, dessen Geltungsbereich zwischen südlich der Bahnstrecke Bremen-Vegesack – Bremen-Hauptbahnhof, Alter Kirchweg, Auf dem Pasch, Ferdinand-Dreier-Weg, An Knoops Park liegt, ging es in der Beiratssitzung kürzlich. Zu Gast waren Stefanie Rohbeck und Merle Tönsmeier vom Bauamt Bremen-Nord. Sie verdeutlichten, dass sie bei der Bearbeitung des 2012 gefassten Planfeststellungsbeschlusses auf Probleme gestoßen seien, und inzwischen hätten sich die Rahmenbedingungen geändert. Sie stellten stattdessen zwei Alternativen vor. In der einen werde weiterhin das gesamte Gebiet „westlich Zentrum Lesum“ betrachtet. Das Problem sei, dass ein Artenschutzgutachten notwendig sei. Aufgrund der Größe – über 20 Hektar – und Lage – in der Nähe von Knoops Park – konnte kein Gutachter gefunden werden. Zudem gebe es dort viele Einzeleigentümer von Grundstücken und die Zeit sei limitiert. Außerdem sei die politische Zielvorstellung inzwischen eine andere: Es gelte, Wohnraum zu schaffen. 10 000 Einheiten laut Legislaturperiode im Bremer Stadtgebiet. Auch eine Bundesgesetzgebung, seit Oktober 2025 in Kraft, betreffe die beschleunigte Schaffung von Wohnraum; gleich, ob es einen Bebauungsplan gebe.

Eine Möglichkeit sei, den Geltungsbereich anzupassen, indem das Gebiet in drei Teile aufgegliedert werde, in der Hoffnung, ein Gutachterbüro für den Artenschutz zu finden. Allerdings sei der Zeitrahmen unklar, da mehrere Gutachten vergeben werden müssten.

Alternative Zwei wäre, in einem einfachen Bebauungsplan die Grundfläche festzusetzen: beispielsweise eine maximal zulässige bebaute Grundfläche von 250 Quadratmetern je Grundstück. Das wäre verträglich und es gebe keine Ausreißer mehr. Der Vorteil wäre, dass keine Artenschutzgutachten mehr notwendig seien, Grünordnungsbelange jedoch weiterhin im späteren Bauantragsverfahren mit der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft abzustimmen seien. Die zweite Alternative sei zeitlicher und günstiger. Das Planungsziel für Bremen-Nord seien 2000 Wohneinheiten; 500 pro Jahr, das seien die Vorgaben der Bürgerschaft. Deshalb müssten im Wohnbebauungsplan Potenziale geschaffen werden.

Bei Ulrike Schnaubelt von den Grünen stieß das auf Widerspruch. Der Bebauungsplan von 2012 sei fertig, das Gebiet „super untersucht“ gewesen. Auf dem Gelände, auf dem verdichtet werden soll, stünden alte Bäume. Was erarbeitet worden war, werde nicht beachtet. Es lägen nicht ausreichende Unterlagen vor, hieß es seitens des Bauamts. Gutachten seien „wahnsinnig teuer“, und der Etat im Jahr betrage 25 000 Euro.

Maren Wolter (SPD) führte aus, dass in Burglesum 660 Wohneinheiten geschaffen werden müssten. Sie forderte ein Gesamtkonzept für den gesamten Stadtteil. Martin Hornhues (CDU) zeigte sich „erschrocken über die Lösungen“. Ziel sei ein rechtlicher Rahmen. Er sprach sich für einen einfachen Bebauungsplan aus.

Der Beirat beschloss, einen Beschluss erst in der kommenden Sitzung zu fassen. Diese findet am Dienstag, 17. März, 19 Uhr, im Schulzentrum Bördestraße 10 statt. Zudem werden an diesem Abend die Mitglieder des Jugendforums Burglesum vorgestellt, es gibt einen Sachstand zu den Sanierungsmaßnahmen an den Schulstandorten Steinkamp und Vor dem Heisterbusch; des Weiteren zum geplanten Mensabau an der Grundschule Burgdamm. Gesprochen werden soll über die Neuordnung der Parkmarkierungen in der Oberreihe und in der Lesumer Heerstraße.


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