Stabilität schaffen
Sozialsenatorin Dr. Claudia Schilling, WaBeQ-Geschäftsführerin Birgit Füllgrabe-Frede, Rolf Diener, Abteilungsleiter „Junge Menschen und Familie“ bei der senatorischen Behörde, Fachbereich Junge Menschen, und Assil Amin, Bereichsleitung Pädagogik bei der WaBeQ (von rechts) schauten sich eins der Zimmer an. Foto: as
Artikel vom: 09.02.2026
Burgdamm – (as) Kürzlich wurde am Goldbergplatz das neue Jugendwohnprojekt „Am Gummibahnhof“ eröffnet. Jungen Menschen würden hier eine sozialpädagogische Betreuung und Wohnraum geboten, so Birgit Füllgrabe-Frede, Geschäftsführerin der Waller Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft (WaBeQ) GmbHg. „Eine stabile Wohnsituation ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Integration“, unterstrich sie.
Der Name „Am Gummibahnhof“ spiele auf die Gaststätte im Haus an, jedoch sei der Goldbergplatz ein Umsteige- und Wendeplatz für Oberleitungsbusse gewesen. Nun sei der Bahnhof kein Endpunkt, sondern eine Station auf der Reise. „Wir wollen junge Menschen ein Stück auf dem Weg in ein eigenständiges Leben begleiten“, so Birgit Füllgrabe-Frede. Am historischen Ort soll auch die Geschichte aufgegriffen werden, um Orientierung und Verantwortung zu fördern.
Sie dankte Dr. Claudia Schilling, Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration, für das Vertrauen in das Projekt. Wohnen und Lebensorientierung gebe es bisher so nicht. Diese Form sei ein Modellprojekt. Würden junge Menschen stabilisiert, erfülle das Haus seinen Zweck.
Bremen übernehme Verantwortung für Menschen, die sich in Ausbildung befinden, so Sozialsenatorin Dr. Claudia Schilling. „Wir schließen eine zentrale Lücke zwischen Jugendhilfe, Ausbildung und eigenständigem Wohnen“, erklärte sie. Mit Blick auf den angespannten Wohnungsmarkt könnten mit dem Modellprojekt Abbrüche vermieden und Stabilität geschaffen werden.
Assil Amin stellte kürzlich im Beirat noch einmal das Haus und dessen Ansinnen vor. Aufgenommen würden nach Paragraf 13/3, Sozialgesetzbuch VIII Auszubildende und jene, die dafür eine zeitnahe Perspektive hätten, ab 18 Jahre, die sich in der Jugendhilfe befinden. Es gibt 20 Plätze, zunächst schwerpunktmäßig für junge Erwachsene mit Fluchterfahrung und 90 Stunden sozialpädagogische Unterstützung in der Woche sowie eine Nachtbereitschaft von 20 bis 8 Uhr. Inhaltlich habe man keinen erzieherischen Auftrag, unterstütze jedoch bei Behördengängen, beim Ausbildungserhalt, mit Sozialkompetenztraining und dabei, wie man ins Wohnen kommt, beispielsweise mit dem Mietführerschein.
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