Für das gesellschaftliche Miteinander
Vertreter der SG Marßel hatten Sportsenatorin Dr. Eva Högl (vorn rechts) eingeladen, um ihr Vereinsleben vorzustellen. Foto: as
Artikel vom: 26.07.2026
Marßel – (as) Erfolgreiches Ferienprogramm, neue Discgolfanlage, viel Engagement in allen Sparten – bei der SG Marßel brummt es. Das konnte auch Dr. Eva Högl, Senatorin für Inneres und Sport feststellen, die den Verein kürzlich besuchte. Rund 600 Mitglieder habe die SG Marßel derzeit, so Ehrenvorsitzender und Inklusionsbeauftragter Werner Müller. 750 sollen es werden, die Zielzahl liege bei 1000. Im vergangenen Jahr blickte die SG Marßel auf ihr 60-jähriges Bestehen zurück. Es hätten einige Steine aus dem Weg geräumt werden müssen, so Werner Müller. Zum ersten Mal ist mit Ute Reimers-Bruns eine Frau an der Spitze des Vorstands, der in Gänze gut zusammenarbeite. Die nächste Generation sei mit Elizaveta Gidion und Jennifer Braun dazugekommen. Das sei elementar für den Verein und gebe neue Impulse. Der Gesundheitssport, eingebracht von Elizaveta Gidion, bereichere die SG Marßel. Auch Discgolf sei hinzugekommen, dadurch sei die Nutzung der Anlage erweitert worden. So könne man der Marßeler Bevölkerung etwas bieten.
Fußball sei tragendes Element – früher Turnen – jedoch habe man keinen Kunstrasenplatz, und viele Eltern ließen ihre Kinder nicht auf einem Schlackeplatz spielen. Die SG Marßel sei in der Rangliste für den nächsten Kunstrasenplatz auf Platz eins, konnte Dr. Eva Högl mitteilen. Ute Reimers-Bruns zeigte sich noch optimistischer und erklärte, dass dieser schon 2028 umgesetzt werden könne. Gute Voraussetzungen seien, dass der derzeitige Platz bereits umzäunt sei und über eine Flutlichtanlage verfüge. Das bedeute zusätzliche Verantwortung, so Werner Müller. Die Nutzung sei sicherzustellen, nicht nur mit Fußball, sondern auch für Menschen mit Handicap.
Der Verein hat sechs Sparten: Boxen, Discgolf, Fußball, Tischtennis, Turnen und Volleyball. Dazu komme „Denksport und Digitales“, worunter „Digital im Alter, DiA“, fällt. In der Turnabteilung gibt es Yoga, Tanzen, Rehasport, Trampolin, Kinderturnen und Koordinationstraining. Übungsleiter würden besonders beim Fußball gesucht.
Dr. Eva Högl, die derzeit auf ihrer Sommertour unterwegs in Bremen und Bremerhaven ist, um möglichst viele Menschen, Themen und Orte kennenzulernen, erfuhr, dass der Verein barrierefrei und mit energetischer Gebäudeversorgung aufgestellt ist sowie eine Gastronomie und Vereinsräume hat.
Jennifer Braun und Elizaveta Gidion erläuterten ihr, wie sie in zwei Ferienwochen 40 Kinder für neue Sportarten sowie die Vereins-Gemeinschaft begeistert hätten, mit gesundem Mittagessen und zwei Ausflügen, die stark durch das Quartier mit WiN-Mitteln gefördert worden seien. Ein weiteres offenes Sportangebot in der Grundschule sei bewilligt worden.
Auf dem in Eigenleistung hergerichteten Discgolfplatz hätten schon Turniere stattgefunden, berichtete Markus Müller. Die Bremer Landesmeisterschaft, die im Juni wegen Hitze ausgefallen ist, soll im September nachgeholt werden. Susanne Schwolow, stellvertretende Vorsitzende und Übungsleiterin Rehasport, berichtete von vier aktiven Gruppen, allerdings seien die Abrechnungen ein Riesenaufwand, was die Senatorin besonders wertschätzte.
Von René Wencelides erfuhr sie, dass die Abteilung Tischtennis sehr gut organisiert sei. Als ehemalige Aktive in der Sportart zeigte sie Interesse an einem Besuch der „Marßel Open“, die ein Mal im Jahr stattfinden. Die Vorsitzende Ute Reimers-Bruns zeigte sich stolz darauf, wie viele Menschen sich im Verein einbrächten. Die Sparten organisierten sich selbst und arbeiteten viel in Eigenleistung.
Die Senatorin berichtete über das Programm „Safe Sport“ des Landessportbunds zu respektvollem Umgang mit Kindern und Jugendlichen, das im Verein bereits bekannt war. Nach all ihren Fragen dankte sie für das Engagement, das keine Selbstverständlichkeit, sondern eine sinnvolle Sache für das gesellschaftliche Miteinander sei. Und sie will wiederkommen.
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