Tagesförderstätte eröffnet
Florian Höhns von Höhns-Bau überreichte eine Weltzeituhr an Claus Jäger, erster Vorsitzender des Jugendgemeinschaftswerk e. V. und Geschäftsführer Jens Hartmann (von links). Foto: as
Artikel vom: 21.07.2026
St. Magnus – Warme Sonnenfarben zieren die Innenräume der neuen Tagesförderstätte des Jugendgemeinschaftswerks e. V., die kürzlich offiziell eröffnet wurde.
Es sei ein erfreuliches Ereignis, dass der Erweiterungsbau in Betrieb genommen werden könne, erklärte Claus Jäger, erster Vorsitzender des Vereins. Es habe einer unglaublich langen Vorbereitungszeit bedurft. Nun sei der Anlass Gelegenheit, Danke zu sagen: den Architekten – er könne guten Gewissens sagen, dass der Bau architektonisch gelungen sei. Er dankte Christoph Jendrek von der Sparkasse Bremen. Es sei eine Herausforderung gewesen, die Finanzierung sicher zu stellen. Alleine die Baukosten beliefen sich auf 4,8 Millionen Euro, so viel, wie das Wohnheim und der Zwillingsbau zusammen gekosten hätten. Insgesamt belaufe sich der Betrag auf sechs Millionen Euro. Ihn zusammen zu bekommen sei dank der Sparkasse gelungen, die bei der KfW-Bank ein Darlehen in Höhe von 2,5 Millionen Euro erwirkt habe. Das Jugendgemeinschaftswerk sei die einzige Institution in Bremen, die so ein Darlehen bekommen habe, berichtete Christoph Jendrek.
Claus Jäger dankte auch Senior und Junior Höhns von Höhns-Bau aus Bothel. Mit dem Unternehmen habe man schon zuvor gute Erfahrungen gemacht; hier seien die Anforderungen noch einmal gestiegen. Der Vorsitzende bedankte sich bei allen beteiligten Handwerkern, die Herausforderungen bewältigen mussten und Geschäftsführer Jens Hartmann, der neben seiner Tätigkeit den Bau begleitet hat. Das Ergebnis sei wohltuend und werde sich auf die Arbeit auswirken. Er dankte der Behörde für die Bewilligung und dem Beirat für die Unterstützung.
Innen sei das Gebäude nun fertiggestellt, außen müsse das Parkgrundstück noch in einen ansehnlichen Zustand versetzt werden, so dass auch die Nachbarn – einige hatten gegen die Planungen geklagt – es als Bereicherung sehen könnten. Am morgigen Montag kommen die ersten Besucher, Menschen mit geistigen oder mehrfachen Beeinträchtigungen.
Florian Höhns von Höhns-Bau erinnerte an Wetterkapriolen, Lieferengpässe und Autobahnsperrungen. „In solchen Momenten zeigt sich, was ein starkes Team ausmacht.“ Menschen, die so ein Haus planten, errichteten und mit Leben füllten, machten daraus etwas Besonderes. „Jeder Augenblick, den wir einem anderen Menschen schenken, ist ein wertvoller“, unterstrich er.
Jens Hartmann bedankte sich insbesondere bei den Vertreterinnen der Sozialbehörde für ihren Einsatz für den Bau. Er führte die Gäste durch das Haus nach neuestem Stand: mit Photovoltaik, kontrollierter Wohnraumlüftung, Dreifachverglasung der Fenster oder gut gedämmten Wänden.
Im Erdgeschoss befinden sich ein Pflegebad und vier Gruppenräume, in der ersten Etage zwei, und zwei Spezialräume, die zum Entspannen oder Toben eingesetzt werden können. In der zweiten Etage stehe dem Personal eine Wohnmöglichkeit für bis zu drei Personen zur Verfügung.
Beide Tagesförderstätten können von bis zu 90 Menschen besucht werden, unter anderem von jenen, die bisher in der Dobbheide waren. Die Räumlichkeiten dort würden komplett zum Wohnheim des Jugendgemeinschaftswerks, erläuterte Bereichsleiterin Anja Stöver. Sie zeigte sich stolz darauf, dass die Mitarbeiter viel Kreativität für die Gestaltung der Räumlichkeiten einbrächten. Spenden seien dazu jederzeit willkommen.
Geplant wurde die neue Tagesförderstätte ab 2019, der Bau begann im September 2024.
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