Neue Beetrahmen und Beschriftungen
Florian Boehlke, Helma Köster, Bettina Hornhues, erste Vorsitzende, und Martin Hornhues, zweiter Vorsitzender, (von links) vom siebenköpfigen Vorstand. Der Verein hat rund 50 Mitglieder. Links eine der frisch gesetzten Mauern, kleines Foto rechts: eines der neuen Schilder. Fotos: as
Artikel vom: 13.07.2026
St. Magnus – (as) Die Holzpalisaden rund um die Hochbeete im Blindengarten in St. Magnus haben ihre Geschichte auserzählt – sie sind Steinmauern gewichen. Die Erneuerung sei notwendig gewesen, denn das Holz sei weggefault und von Holzwürmern befallen gewesen, berichtet Bettina Hornhues, die erste Vorsitzende des Blindengarten Bremen e. V.
Mit Hilfe von Spendengeldern und Beiratsmitteln seien die „Rahmen“ nach und nach erneuert worden. Der Beirat hatte sich mit insgesamt 12 810 Euro seit 2018 beteiligt, teilte Ortsamtsleiter Florian Boehlke mit.
Seitdem seien im Projekt „Erneuerung der Stützmauern“ für insgesamt über 230 laufende Meter Steinmauern neben vielen kleinen Spenden von Bürgern noch insgesamt knapp 22 000 Euro an Großspenden eingeworben worden, berichtete Martin Hornhues.
2024 gewann Burglesum beim Bremer Kippen-Marathon, was dem Blindengarten 3000 Euro einbrachte. ArcelorMittal bedachte den Verein bei seiner Restcent-Aktion, und auch die Lions, DM Märkte und die Bürgermeister Hermann Hildebrandt Stiftung unterstützten den Garten.
Mitarbeiter der Firma Kusserow Garten- und Landschaftsbau GmbH hätten ihre Arbeitskraft – 750 Stunden – gespendet und unter Anleitung die Steinkreise als Lehrobjekte erstellt. So habe der Verein nur die Kosten für das Material aufbringen müssen.
Neue Beschilderungen haben die Pflanzen ebenfalls bekommen: Die Metallschilder seien größtenteils kaputt gewesen und zudem mit englischer Braille-Kurzschrift statt mit deutscher Vollschrift ausgezeichnet gewesen. Um hohe Kosten zu umgehen, habe man einen 3D-Drucker gekauft und die Schilder selbst entworfen. Unter der Bezeichnung der Pflanzen in lateinischer steht sie nun auch in Blindenschrift. Zudem ließen sich per Smartphone Informationen über die jeweilige Pflanze abrufen: Das Gerät einfach an den NFC-Button – zum Austausch von Daten über kurze Entfernungen – halten und sich informieren.
Unterstützung brauche der Verein auch weiterhin: Im kommenden Jahr sollen der Unterstand und die Bänke erneuert werden. Weiterhin würden helfende Hände benötigt: beispielsweise von Kitagruppen oder Schulklassen, die sich hier Beete anlegen könnten. Freitags, zwischen 15 und 17 Uhr, ist Gartenhilfe Heidi Ganser vor Ort. Interessierte, die mit ihr gärtnern möchten, können gern vorbeikommen und sich um die Blumen, Kräuter, Sträucher und Bäume kümmern. Bitte Handschuhe mitbringen. Wer den Blindengarten, Raschenkampsweg, kennenlernen möchte, kann das Sommerfest besuchen: Es findet am Samstag, 1. August, von 14 bis 16 Uhr, statt.
Der Garten wurde 1989 von Lothar Kranz angelegt. Er ist etwa 1600 Quadratmeter groß. Hier können Pflanzen, die in Hochbeeten wachsen, berochen, beschaut und betastet werden. Ausführliche Infos gibt es im Internet unter www.blindengarten-bremen.de.
Weitere interessante Artikel








