Übertragungskapazität erhöhen
Tennet zeigte den Mitgliedern des Beirats auf, wo gebaut wird. Foto: as
Artikel vom: 23.07.2026
Burglesum – (as) Auf einer Teilfläche des Bremer Industrieparks, im sechsten Bauabschnitt, soll ein Umspannwerk mit Konverter entstehen. Informationen dazu erhielt der Beirat Burglesum in seiner jüngsten Sitzung von dem Übertragungsnetzbetreiber Tennet TSO GmbH, die den „Energieknoten Werderland“ erstellt.
Tennet betreibe einen großen Teil des Hochspannungsnetzes in Deutschland von der dänischen bis zur österreichischen Grenze. Mit einer 380-Kilovolt- (kV)Leitung soll im Gebiet von Conneförde bis Sottrum die bestehende 220-Kilovolt-Leitung erneuert werden, um die Übertragungskapazität zu erhöhen. Das Offshore-Netzanbindungssystem bringe zwei Giga-Watt grünen Windstrom nach Bremen. Dafür sei der Bau des Konverters notwendig.
Es gebe in Deutschland und Bremen einen massiv steigenden Strombedarf, so die Verantwortlichen. Es gebe zwei bestehende Umspannwerke, die jedoch nicht erweiterbar seien. Das neue benötige, inklusive Konverter eine Fläche von rund 30 Hektar und ist am östlichen Rand des Werderlandes, westlich des Stahlwerks angedacht. Der Verteilerknoten rücke so näher an Bremen heran. SWB und Wesernetz seien auch beteiligt.
Die Anlage soll 2033 in Betrieb gehen. Erste Priorität sei die Versorgungssicherheit. Weitere Informationen, auch zur öffentlichen Auslegung bis zum 3. August, gibt es unter www.tennet.eu/conneforde-sottrum.
Fragen des Beirats betrafen unter anderem den Verbleib der Ilsenburger Hütte und des Radwegs (wir berichteten). Die Radwegeverbindung liege auf dem Flurstück, das erworben worden sei. Man sei im Austausch mit dem Senator für Umwelt, Klima und Wissenschaft sowie der Naturschutzbehörde im Austausch. Die Hütte bleibe an Ort und Stelle, der Weg werde in Kombifunktion mit dem Pflegeweg in eine Wegeverbindung integriert. In der Bauphase sei diese unterbrochen. Tennet prüfe die Möglichkeiten, die Einschränkungen in der Wegenutzung während der Bauzeit so gering wie möglich zu halten, kündigte das Unternehmen an.
Der Bohlenweg, der auf die Ilsenburger Hütte zugehe, ist abgängig, jetzt sei geplant, das Brückenbauwerk zu erneuern. Seitens des Umweltressorts hieß es, dass es im Herbst, gegen Ende des Jahres, geschehen werde, so Ortsamtsleiter Florian Boehlke.
Wenn später der Industriepark erschlossen sei, werde die Carl-Benz-Straße verlängert, durch eine Brücke über die Bahngleise. Das sei dann die die finale Erschließung des Energieknotens, hieß es von Tennet. Zunächst werde die Baustellenzuwegung über das Arcelor Gelände führen, dann über eine temporär ertüchtigte Baustraße.
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