Verantwortungsvolle Geldvergabe

Jugendforum Burglesum unterstützt den Marßeler Pfadfinderstamm mit weiteren Mitteln

Zu Gast waren Vertreter des Pfadfinder-Stamms „Querflieger Bremen“ aus Marßel, die von ihrer Arbeit berichteten.  Foto: as

Artikel vom: 05.07.2026

Burglesum (as) – „Wie intensiv ihr über die Geldvergabe diskutiert habt, hat mir gut gefallen. Das wirkte für mich sehr verantwortungsvoll“, resümierte Ortsamtsleiter Florian Boehlke am Ende der Sitzung des Burglesumer Jugendforums.

Hier hatten Melanie Mahalati und Hans-Hinrich Meyer vom Pfadfinder-Stamm „Querflieger Bremen“ aus Marßel ihre Arbeit vorgestellt. Florian Boehlke erklärte eingangs, dass die Pfadfinder bereits einen Fördermittelantrag über 1000 Euro gestellt hatten, weil Mäuse ihre Zelte zerfressen haben (wir berichteten). Diese seien vom Jugendforum bereits bewilligt worden. Für die Behebung des Schadens würden jedoch insgesamt rund 10 000 Euro benötigt.

Betreut würden bei dem Stamm, der zum Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) e. V. gehört, um die 80 Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen Altersgruppen, auch „Integrationskinder“, berichteten die Vertreter. Es werde gebastelt, geschnitzt und gesungen sowie in Gruppen gespielt, um das Miteinander zu fördern. Hans-Hinrich Meyer erklärte, dass er der Gruppenleiter der Jugendlichen sei, die sich wiederum um die Jüngeren kümmerten. Kindern würde immer mehr Verantwortung übernehmen, nach und nach selbstständig werden und an weiteren Aufgaben lernen.

Zelte auf- und abzubauen, gehöre dazu, damit es auf sogenannte „Hikes“, teils mehrtägige Ausflüge, gehen könne.

Demnächst, vom 30. Juli bis zum 8. August, stünde das Bundeslager mit etwa 4500 Besuchern an, an dem sich die „Querflieger“ mit 26 Personen beteiligen wollen. Es sei das tollste und ein unglaubliches Erlebnis für die Pfadfinder, an dem Event, bei dem internationale Gäste zugegen seien, teilzunehmen, und Kontakte zu knüpfen.

Nun seien die Zelte, „das Herzstück“ irreparabel kaputt, nur ein kleiner Teil konnte repariert werden. „Die Mäuse werden immer wiederkommen. Wir können doch nicht eine Katze einstellen“, so Hans-Hinrich Meyer. Nun sollen Boxen selbst gebaut werden, worin die Zelte sicher verwahrt werden können. Die Pfadfinder hoffen darauf, weitere Spenden, Geld, aber auch Holz von Sägewerken oder Tischlern zu erhalten.

Der Stamm wolle nun eine variable Zeltkonstruktion kaufen. Das sei flexibel einsetzbar, gerade für die Integrationsarbeit für Kinder mit ADHS und Autismus. Eigenmittel seien in Höhe von 300 Euro vorhanden; nur vier der Betreuten seien Vollzahler, alle anderen zahlten den Sozialbeitrag. „Wir brauchen wirklich Hilfe“, so Hans-Hinrich Meyer. 2000 Euro habe man bereits gesammelt. Lennard Rosendal wollte wissen, wie oft die Zelte benutzt werden: pro Halbjahr bei ein bis zwei Ausflügen pro Gruppe, bei Stammes-, Bundes-, Sommerlagern und zu Weihnachten.

Arian Bünnagel, der selbst bei den Pfadfindern war, bestätigte, dass er dort viel gelernt habe, beispielsweise, wie man mit dem Kompass oder Taschenmesser umgeht.

Florian Boehlke fasste zusammen, dass 1000 Euro für die Pfadfinder bewilligt worden seien: „eine gute Sache für die jungen Menschen im Stadtteil“.

Im Anschluss wurde über einen Antrag von Tura Bremen in Höhe von 1700 Euro für ein gebrauchtes Zweier-Kajak für Familienausflüge diskutiert. Die Vertreter des Jugendforums erklärten, es seien zu viele Fragen offen, beispielsweise, wie viele Kinder davon profitierten. Der Antrag wurde zurückgestellt, der Antragsteller soll gebeten werden, auf einer der nächsten Sitzungen dabei zu sein. Dafür gab es drei Ja-Stimmen und eine Enthaltung.

Florian Boehlke hatte zuvor das Budget für das Jahr erläutert: 14 595 Euro gesamt, 6039 seien schon ausgegeben, eine Restsumme von 8556 Euro bestünde noch. Die Mitglieder des Jugendforums diskutierten darüber, die Pfadfinder weiter zu unterstützen. Lennard Rosendal meinte, er sehe das als ein wichtiges Projekt, doch der ganze Betrag sei eine zu große Summe, da sei für Anträge bis zum Ende des Jahres kein Geld mehr übrig. Adrian Bünnagel schlug vor, den Spendenaufruf des Stamms im Jugendforum zu verbreiten. Ole Reimann forderte 3000 Euro Unterstützung für die Pfadfinder. Angesichts der Tatsache, dass die Mittel bis Ende November, Anfang Dezember ausgegeben werden müssen und der Großteil des Jahres vorbei ist, beschlossen die Jugendlichen einstimmig, den Stamm mit zusätzlichen 2300 Euro zur Seite zu stehen. Wer sich ihnen anschließen und für die Pfadfinder etwas spenden möchte, kann sich an die Stammesleiterin Jacqueline Laske, Telefon 0175 5715010 wenden.


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