Umfangreicher Bericht liegt vor
Ein umfangreicher Bericht liegt den Deputierten über die Schadstoffe und laufenden Rückbauarbeiten des Tanklagers Farge vor. Foto: th
Artikel vom: 25.02.2026
Farge – (th) Die Rückbauarbeiten des Tanklagers Farge sind zu einem Großteil abgeschlossen. Das geht aus der Vorlage der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft hervor, die den Deputierten zur Kenntnisnahme übersendet wurde. Gegenwärtig würden Restarbeiten im Bereich des Verladebahnhofes I erfolgen. Ferner würden im vierten Bauabschnitt noch Arbeiten an der Stromversorgung und einer Pipeline vorgenommen werden, die zum Jahresende 2026 abgeschlossen würden. Inzwischen wären hydraulische Maßnahmen zur Reduzierung der Schadensquelle ergriffen worden.
Verunreinigtes Grundwasser sei über Brunnen gefördert und gereinigt worden, so dass es hätte versickern können. Geförderte Schadstoffphasen im Bereich der Verladebahnhöfe I und II, den ehemaligen Kesselwagenumschlaganlagen sowie am Hafen seien notwendig gewesen. Geförderte Schadstoffphasen wurden in einem Vorlagebehälter gefasst, so der Bericht. Seit dem Sanierungsbeginn wären bis zu 50 Tonnen Leichtphase entfernt worden. Um die Förderung des belasteten Grundwassers durchzuführen, musste eine Menge von zirka 200 BTEX-Schadstoffen aus dem Grundwasserleiter erfolgen. Die Leichtphasenmächtigkeiten erhöhten sich seit November 2016 tendenziell. Das sei auf den Pumpbetrieb zurückzuführen. Seit Juni 2010 würden am Verladebahnhof II hydraulische Maßnahmen zur Reduzierung der Schadensquelle durchgeführt. Verunreinigtes Grundwasser werde über Brunnen gefördert und gereinigt, um dann über einen Graben versickern zu können. Über die Förderung belastetes Grundwasser wurde eine Menge von zirka 1700 Kilogramm BTEX-Schadstoffe dem Grundwasserleiter entnommen. Ein Einbruch mit erfolgten Kabeldiebstahl hatte zur Folge, dass von Juni bis November 2024 die gesamte Anlage ausfiel.
Die Schadstoffkonzentrationen der MTBE-Schadstoff-Fahne, die bereits den Quellbereich vollständig verlassen hat, würde dem bekannten Konzentrationsniveau entsprechen. Es sei zu erkennen, dass sich die Fahne zur Weser verlagert. Dort wurden im Hafenbereich die technischen Anlagen zurückgebaut. Es müsse das Ziel sein, die Schadstoffquellen zu beseitigen, zumindest zu verkleinern, damit ein Schadstoffaustrag in das Grundwasser reduziert wird.
Im Rahmen eines Versuchs, der mithilfe eines Pumpversuchs im Bereich des Kontaminationsschwerpunktes erfolgte, wurde die Entwicklung des Grundwassers an vier Messstellen beobachtet. Das ergab einen Radius von 23 Metern, der quer zur Grundwasserfließrichtung verlief mit einem Flächenumfang von zirka 1660 Quadratmeter. Zunächst sei bei den Schadstoffen eine vergleichsweise geringe Konzentration verzeichnet worden, diese kletterten dann auf ein höheres Niveau. Weitere Maßnahmen würden noch mit allen Beteiligten abgestimmt.
Es bliebe festzustellen, dass aufschwimmende Leichtphasen sich nicht auf die Liegenschaft beschränken lassen, sondern dass ihre Ausdehnung noch nicht vollständig erfasst wurde. Damit sei ein Teil des Schadenspotentials, dass sich außerhalb der Liegenschaft befindet, bei der Bodensanierung nicht erfasst worden. Daher müsse eine Gefahrenabwehr ergriffen werden, ist der Vorlage zu entnehmen. Doch es bleiben Fragen offen. Es treten berechtigte Zweifel auf, inwieweit verunreinigtes Wasser, das zwar gefördert und gereinigt wurde, im Erdreich versickern darf. Und rund um die ehemaligen Hafenanlagen stellt man sich zur recht die Frage, ob das Gelände, das als stark belastet eingestuft wird, schadstofffrei wird, obwohl es sich in der Fließrichtung der Schadstofffahne befindet. Doch Antworten soll eine Planung zur Bodensanierung am Verladebahnhof II ergeben. Für die Grundwassersanierung wurde ein Ideen- und Planungswettbewerb ausgeschrieben. Das Ergebnis legt fest, dass eine Sanierung mittels eines Bodenaustausches erfolgen kann. Ferner könnte eine Reinigung des verunreinigten Bodenmaterials mit anschließender Verfüllung der Baugrube erfolgen.
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