Vorschlagsliste umfangreich ergänzt
Auch die Begrünung von Dächern würde bewirken, Regenwasser aufzufangen, indem Flächen nicht versiegelt werden.Foto: th
Artikel vom: 22.02.2026
Blumenthal – (th) In der Frage der Regenwassernutzung kommt neue Bewegung. Nachdem die CDU-Beiratsfraktion in Blumenthal einen Antrag eingebracht hatte, „einen nachhaltigen verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen zu fördern“, legt die SPD-Fraktion nach. Makso Tunc brachte kürzlich eine Ergänzung für den verabschiedeten Antrag ein, der an die Debatte des CDU-Antrages anknüpft.
Er verfolgt einen breiteren fachlichen Ansatz, der weitere Elemente der dezentralen Bewirtschaftung zur Klimaanpassung und „Schwammstadtentwicklung“ umfassen soll. Dahinter verbirgt sich ein Förderprogramm der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft. Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen sollen ermutigt werden, ihre Grundstücke naturnah zu gestalten und versiegelte Flächen aufzubrechen. Dabei nimmt eine Regenwassernutzung und -versickerung eine große Rolle ein. So kann sich der Beirat durch ein positives Votum an der Umsetzung der Maßnahmen beteiligen. Schließlich sei im Rahmen der Strategie „Schwammstadt“ vorgesehen, die Beiräte ab dem dritten Quartal 2027 in die Weiterentwicklung und Umsetzung einzubeziehen. Die Beschlussvorlage favorisiert die Einrichtung eines Arbeitskreises zur Regen-, Grauwasser und Schwammstadtentwicklung, fachlich begleitet vom Verein Umwelt e.V., der Bremer Umwelt Beratung und weiteren Fachstellen. Der künftige Arbeitskreis soll beauftragt werden, das Förderprogramm „Schwammstadt“ mitsamt der amtlichen Broschüre zum Thema „Regenwasser – natürlich dezentral bewirtschaften“ in Veranstaltungen vor Ort in den Umlauf zu bringen. Bei künftigen geplanten Pilotprojekten soll der Beirat erwirken, dass der Ortsteil Blumenthal als Standort berücksichtigt wird.
Ferner müsse bei öffentlichen Gebäuden stets geprüft werden, ob sich einzelne Maßnahmen für die Nutzung von Regen- und Grauwasser praktisch umsetzen lassen.
Regenwasser auffangen, verdunsten oder gezielt ableiten lassen
In der Broschüre wird auf die Gefahren einer Versiegelung verwiesen. Durch eine schnelle Ableitung komme es zu Überlastungen von Kanälen und Gewässern. Dezentrale Entwässerungssysteme könnten hingegen das Regenwasser auffangen, versickern, verdunsten oder gezielt ableiten lassen.
Eine Regenwassernutzung könne wiederum etwa die Hälfte des Trinkwassers ersetzen und das Kanalsystem bei Starkregen spürbar entlasten.
Das bis Ende 2027 aufgelegte Förderprogramm „Schwammstadt“ mit einem Volumen von 500 000 Euro würde die vielfältigen Maßnahmen unterstützen, die Folgen der Klimakrise abzumildern, Hitzeinseln zu reduzieren und die Kanalisation zu entlasten.
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