Entwurf stieß auf große Zustimmung
Die Pläne für die Umgestaltung der Bahrsplate sehen vor, dass die Gedenkstätte erhalten bleibt. Foto: th
Artikel vom: 20.02.2026
Blumenthal – (th) „Wir waren begeistert von dem Ort und der Weite.“ Landschaftsarchitekt Fabian Karle war sichtlich erfreut, als er zum ersten Mal die Bahrsplate aufsuchte. Für das gesamte Areal hat man sich jetzt viel vorgenommen, nachdem sich das Büro Panorama Landschaftsarchitektur aus Berlin mit ihrem Entwurf durchsetzen konnte.
So soll ein barrierefreies Rundwegsystem sämtliche Abschnitte der Anlage verbinden. Dabei ist auch eine Anbindung zur Promenade am BWK-Gelände vorgesehen. Bei der Präsentation des Entwurfes verdeutlichte Fabian Karle in der Beiratssitzung, an der großzügigen Gestaltung der Parkanlage festzuhalten, die mit ihrem großem Baumbestand eine große Aufenthaltsqualität bietet. Weitere Bäume sollen zugleich Schattenspender sein. Der Ort am Wasser bleibt erhalten. Dort wird vom Fähranleger aus eine Wegeverbindung bis zum BWK-Gelände führen, versehen mit einzelnen Ruhebänken. Von der Liegewiese aus ist ein freier Blick auf das Wasser möglich.
Der Stern bleibt bestehen. Die Gedenkstätte, der Stein der Hoffnung aus dem Jahr 2009, behält auf halber Höhe ihren Standort. „Wir setzen uns dafür ein, dass es immer eine würdige Gedenkstätte bleibt“, so Fabian Karle. Auch die Pergola genieße künftig eine besondere Wertschätzung. Ein weiterer Abschnitt bildet der Aktivbereich mit Sportgelegenheiten für Ballspiele und Fitnessangebote. Eine Rundbank diene als Treffpunkt und Bühne. Die Hafenspitze wird an den Deich angebunden. Eine feste Wegeverbindung mit Wendekreis wird bis zum Hafen führen, um Zulieferungen problemlos zu gewährleisten. Dort wird auch eine Plattform mit Sitzgelegenheiten entstehen.
Die bestehende Baumreihe bleibt erhalten. Am Spielplatz werden zusätzliche Bänke und Fahrradstellplätze aufgestellt. Wünschenswert wäre ein Toilettenhäuschen. Aus den Reihen der Beiratsmitglieder wurde für das gesamte Vorhaben große Zustimmung signalisiert. Auch einzelne Wünsche wurden geäußert. So wäre es zweckmäßig, Grillflächen auszuweisen, feuerfeste Papierkörbe und weitere Bänke zu installieren. Auf die Frage von Christian Milpacher (SPD), wann mit der Umgestaltung begonnen werden kann, wurde der Zeitraum in zwölf bis 15 Monaten genannt, wenn die gesamte Planung abgeschlossen sei.
Hans-Gerd Thormeier (CDU) plädierte dafür, den Uferweg so nah wie möglich an die Weser zu führen, damit auch Wassersportler ihn nutzen können. Für die bestehende Pergola regte er eine Überarbeitung an. Als interessant bezeichnete Marc Pörtner (Grüne) das Konzept. Leider wären die beiden Alternativen beteiligter Planungsbüros nur zu kurz dargestellt worden, die Gunda van der Velde aus dem Umweltressort dargestellt hatte. Das Büro Schramm und Partner aus Bremen hatte auch eine Promenade am Flussufer mit Spiel- und Sportangeboten samt einer Freifläche in der Mitte vorgeschlagen sowie einem seperaten Spielbereich am Deich.
Das Büro Stephan Lenzen aus Bonn hatte sich für eine Wiese im südlichen Teil ausgesprochen, unterteilt für verschiedene Funktionen samt Naturspielfläche und Pflanzungen. Im Norden solle der Sportbereich und die Gedenkstätte bestehen bleiben. Abschließend meldeten sich Bürgerinnen und Bürger zu Wort, die einhellig die Planungen begrüßten. Für Karsten Ellebrecht ein Grund zur Freude, weil die Gedenkstätte gewürdigt wird und ihren Standort behält. An dem Konzept der Bahrsplate dürfe nichts geändert werden, mahnte zugleich Gerd-Rolf Rosenberger. Einmal pro Woche würden Bürgerinnen und Bürger die Anlage reinigen. Er möchte bewirken, dass die Hinweistafel „Rosen für die Opfer“ aus dem Jahre 2009 wieder angebracht wird.
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