Vorschläge liegen dem Ortsamt vor
Für den künftigen Platz der Marktbrunnenanlage muss eine Lösung gefunden werden. Dafür liegen inzwischen Vorschläge und einzelne Anträge vor. Nach Ansicht des Beirates soll die Bevölkerung über den künftigen Standort entscheiden. Foto: Archiv th
Artikel vom: 19.02.2026
Blumenthal – (th) Mittlerweile ist die Brunnenanlage auf dem Marktplatz Blumenthal abgebaut und eingelagert worden. Doch es mangelt nicht an Vorschlägen, das Kunstwerk an einem geeigneten Platz wieder aufzustellen. Dafür würde sich nach Ansicht der „Initiative für Blumenthal“ die obere Stirnseite des Marktplatzes am Ende der Kapitän-Dallmann-Straße anbieten. Nach Auffassung der Initiative würde auf diese Weise eine räumliche Verbindung zum „Kapitän-Dallmann-Haus“ entstehen, begründet Dietmar Segger seinen Antrag an das Ortsamt Blumenthal, der dem Beirat zur Abstimmung vorlag. In dem Schreiben wird auch die Grünfläche an der Straßeneinmündung zur Weserstrandstraße ins Gespräch gebracht.
In einem weiteren Schreiben stellt Detlef Gorn von der Initiative Kämmerei-Quartier eine Reihe von sorgfältigen Überlegungen in den Mittelpunkt, bevor der Marktplatzbrunnen wieder aufgestellt wird. Zugleich stellt er eine Verbindung von dem Steinwidder „Sir Charles“ und den Brunnen her. „Es waren wertvolle Geschenke an die Blumenthaler Bevölkerung“, stellt Detlef Gorn fest „und keine Leihgaben“. Er ist mit der Geschichte der BWK eng verbunden. Seine Eltern waren in dem Unternehmen beschäftigt.
Über einen Zeitraum von 68 Jahren lebte er in Blumenthal. 2011 gründete der Ingenieur einen Förderverein, um wertvolle BWK-Dokumente zu sichern und der Nachwelt zu erhalten. Daraus entstand unter seiner Federführung die Initiative Kämmerei-Quartier, die von ehemaligen BWK’lern mitgetragen wird.
Irmgard-Jelkmann-Groß, frühere Vorsitzende des Blumenthaler Bürgervereins und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes, konnte durch ihr engagiertes Wirken erreichen, dass es zur Beschaffung und Aufstellung des Marktbrunnens kam. Sie wählte einen geeigneten Zeitpunkt, der mit dem 125. Jubiläum der Sparkasse Blumenthal im Jahr 1991 zusammenfiel. Für die Umsetzung der Idee sorgte der damalige Sparkassenfilialdirektor Günter Meyer. Neun Jahre zuvor konnte Irmgard Jelkmann-Groß bewirken, dass der Steinwidder „Sir Charles“ am Bahnhofsvorplatz aufgestellt wurde. Die Figur stand zuvor seit 1934 vor dem Direktorengebäudes der BWK.
Heinz Rust, damaliger Vorsitzender der BWK, erfüllte den Wunsch des Bürgervereins. Der Steinwidder erinnert an das erfolgreich florierende Unternehmen, das im Jahr 1884 seine Anfänge nahm und 2009 endete. Detlef Gorn mahnt heute zum respektvollen Umgang mit den wertvollen Geschenken, mit denen man behutsam umgehen müsse. Der inzwischen gewählte Standortplatz an der Zufahrt zum ehemaligen BWK-Gelände sei mit Bedacht gewählt worden, in Abstimmung mit dem Blumenthaler Beirat und der BREWA wte GmbH. Im Rahmen einer Projektbeschreibung sei der gesamte Prozess sorgfältig dokumentiert worden. Nach Ansicht von Detlef Gorn sei es beim Marktplatzbrunnen nicht der Fall gewesen. Nach jedem Betriebsjahr mussten zuvor die Pumpen aufwendig und kostenintensiv instandgesetzt und das Pumpengestänge ausgetauscht werden.
Bevor eine Neuaufstellung erfolgen wird, müssten die Rahmenbedingungen stimmig sein. Vorsorglich hat Detlef Gorn entscheidende Punkte festgehalten, die beachtet werden sollten. Zunächst müsse geklärt werden, wer als Eigentümer und Betreiber infrage kommt. Schließlich müsse ein Vertragspartner für die swb feststehen. Für die Betriebsdauer müsse die Finanzierung abgesichert sein. Das beinhalte eine regelmäßige Wartung der Anlage und der entstehende Wasserverbrauch. Bei einem Kälteeinbruch müsse das Wasser abgestellt und der Zulauf entleert werden, so dass im Frühjahr die Anlage wieder betriebsbereit ist. Das bedeute, dass sie zuvor gewartet werden müsse.
Der Beirat Blumenthal hatte bereits alle wichtigen Punkte festgehalten, so Ortsamtsleiter Oliver Fröhlich. Für eine Aufstellung des Brunnens hatte das Gremium den Jenny-Ries-Platz ins Auge gefasst. Künftig soll die Blumenthaler Bevölkerung über den Standort entscheiden. Der Sanierungsträger wird weitere Vorschläge einsammeln und ein Beteiligungsverfahren auf den Weg bringen.
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