Hochwasserschutz genießt Priorität

Deichverband stellte künftige Maßnahmen vor, die nach Ostern starten

Deichverband stellte künftige Maßnahmen vor, die nach Ostern starten

Artikel vom: 15.03.2026

Blumenthal – (th) Auf Grundlage des „Generalplanes Küstenschutz Niedersachen/Bremen“ ist die Erhöhung der Landesschutzdeiche auf die aktuellen Sollhöhen erforderlich. Für einen Deichabschnitt müssen Nachbesserungen erfolgen.

Das erfuhren die Blumenthaler Kommunalpolitiker in ihrer jüngsten Sitzung. Es betrifft das Gewerbegebiet Bernhardtring in Farge. Oliver Herrmann-Weiland, zuständig für den Hochwasserschutz rechte Weserseite, stellte dem Beirat Blumenthal die einzelnen geplanten Schritte vor. Der Fachmann sprach von einer erforderlichen Erhöhung des Landesschutzdeiches über eine Länge von nahezu 400 Metern. Die Bestickhöhe soll 8,10 Meter betragen. Das bedeutet, dass der Deich um 70 Zentimeter erhöht werden muss. 

Die Lücke, die geschlossen wird, befindet sich zwischen Kraftwerk und dem Denkort Bunker Valentin. Es handelt sich überwiegend um ein Privatgelände, das sich am Jugendfreizeitheim Farge und am Hafen des Wasser- und Wirtschaftsamtes befindet. Dort gibt es verschiedene Abschnitte, die in diesem Bereich durch Stahlspundwände geschützt sind. Es werden auch künftig derartige Stahlprofile für den Uferschutz verwendet werden, versehen mit einer Beschichtung mit Korrosionsschutz. Die ineinandergreifenden Schlossverbindungen garantieren eine perfekte Dichtigkeit, führte Oliver Herrmann-Weiland weiter aus. Es wird ein Vibrationsverfahren zur Anwendung kommen, das im Spezialtiefbau häufig eingesetzt wird, um ein Rammen, das mit größeren Erschütterungen verbunden ist, zu vermeiden. Entsprechende Messungen durch Sachverständige werden den Ablauf begleiten, erläuterte Oliver Herrmann-Weiland. 

Gestartet wird mit dem Projekt gleich nach Ostern, mit der Fertigstellung ist Anfang Oktober dieses Jahres zu rechnen. Eine Kampfmittelverdachtsfläche, die vor Baubeginn näher sondiert werden muss, befindet sich in Höhe des Gedenkorts Bunker Valentin und der Außenanlagen des Tanklagers. Entsprechende Hinweise ergeben sich aus Luftbildern, die ausgewertet werden.  


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