„Wir brauchen das Schwimmbad!“

Uwe Schmidt und Ministerin Klara Geywitz machten sich Bild von abgebrannter Fliegerhalle

Schutt, Asche und ein Bagger: Von der historischen Fliegerhalle aus dem Jahr 1929 ist so gut wie nichts mehr übrig. Foto:rdr

Artikel vom: 14.07.2024

Blumenthal (RDR) – Die alte Fliegerhalle im Kämmerei-Quartier sollte zu einem Schwimmbad umgebaut werden. Dafür wurden bereits zehn Millionen Euro in den Haushaltsausschuss des Bundestages eingestellt. Die Mittel stammen aus dem Etat des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.

Kürzlich fiel die denkmalgeschützte Halle einem Brand zum Opfer. Sein Herzensprojekt aufgeben will der Trainings- und Lehrschwimmbad Blumenthal e. V. dennoch nicht. Bereits über vier Jahre hatten die Ehrenamtlichen viel Zeit und Engagement in das Vorhaben gesteckt, das zum einen dem Schwimm- und Leistungssport im Bremer Norden und der sozialen Teilhabe von Kindern und Jugendlichen dienen als auch ein Baustein der Quartiersentwicklung in Blumenthal werden sollte. 

„Hier möchten wir uns insbesondere noch einmal für den Einsatz unseres Bundestagsabgeordneten Uwe Schmidt von der SPD bedanken, der sich großartig für das Projekt eingesetzt hat, weil er erkannt hat, welch großer Gewinn das Schwimmbad für Blumenthal ist“, heißt es in einer Stellungnahme der Verantwortlichen. „Leider können die Fördermittel des Bundes erst abgerufen werden, wenn für das Vorhaben ein Gutachten einer Unternehmensberatung die Wirtschaftlichkeit und die Plausibilität des Vorhabens feststellt.“ Auf dieses Gutachten hätten sie fast ein Jahr warten müssen, obwohl alle Zahlen und Daten für das Projekt rückhaltlos offengelegt worden seien. Kürzlich machte sich der SPD-Bundestagsabgeordnete Uwe Schmidt mit der Bundesbauministerin Klara Geywitz und der Bremer Bauseantorin Özlem Ünsal vor Ort ein Bild. 

„Der Bedarf ist da. Wir brauchen das Schwimmbad. Punkt“, machte Uwe Schmidt kompromisslos deutlich, dass er noch immer hinter dem Projekt steht. „Wir haben geliefert, nun ist Bremen am Zug!“ Klara Geywitz erklärte, man müsse sich mit dem Senat zusammensetzen. Es könnte beispielsweise vom Land Bremen der Neubau eines sich in die Umgebung einpassenden Gebäudes beschlossen werden. So könnten die zehn Millionen Euro Fördermittel des Bundes dann doch noch für den Bau des Schwimmbads verwendet werden. Ein Neubau sei sicher kein Hexenwerk, bemerkte Uwe Schmidt und wurde von dem anwesenden Architekten Björn Hashagen in dieser Einschätzung bestätigt. 


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