Faultürme in Farge werden saniert

Acht Millionen Euro Investition für Entsorgungssicherheit in Bremen-Nord

Start der Einrüstung des Faulbehälters auf der Kläranlage Bremen-Farge.   Foto: hanseWasser Bremen GmbH

Artikel vom: 03.03.2025

Farge (red) – Eine Großinvestition für die Abwasserentsorgung in Bremen-Nord: In den kommenden drei Jahren wird hanseWasser Bremen GmbH an der Weser in Farge eine umfassende Sanierung der beiden Faultürme durchführen. An der Bausubstanz der Faulbehälter waren Mängel wie Undichtigkeiten an Dach- und Fassadenelementen sowie Betonschäden im Sockelbereich der Faulbehälter und an den Schlammtaschen festgestellt worden. Auch die technische Ausrüstung dieser für die Abwasserbehandlung zentralen Bauwerke entspricht nicht mehr dem aktuellen Stand. Mit der umfassenden Baumaßnahme wird für den gesamten Anlagenbereich, bestehend aus Faulbehälterbeschickung, Schlammfaulung inklusive Beheizung, Gasableitung ein langfristig tragfähiges Gesamtsystem umgesetzt.

„Unser Anspruch ist es, für Bremen jederzeit eine sichere, umweltgerechte und wirtschaftliche Abwasserreinigung vorzuhalten. Vor diesem Hintergrund ist die Sanierung der beiden Faultürme in Farge eine logistische Herausforderung“, so Florian Franz, Technischer Geschäftsführer von hanseWasser. „Mit der Sanierung, die im Ergebnis einem Neubau der Anlagen gleichkommt, schaffen wir Sicherheit für Bremen-Nord, eine deutliche Verbesserung der Betriebsabläufe und eine erhebliche Optimierung der Energiebilanz.“  In den beiden gleich großen Faulbehältern mit jeweils 3000 Kubikmeter Nutzvolumen wird die anaerobe Schlammbehandlung durchgeführt. Die Schlammfaulungsanlage und der zugehörige Treppenturm wurden in den Jahren 1967 bis 1969 errichtet. Neben den beiden Faulbehältern und der Technik werden weitere Anlagen, die für die Schlammfaulung benötigt werden, erneuert.

Mit der Sanierung wird auch der betriebliche Ablauf erheblich optimiert. So können zum Beispiel Gasertrag und Gasqualität verbessert werden. Um zusätzliche Faulgasmengen verwerten zu können, ist ein Parallelbetrieb im angeschlossenen Blockheizkraftwerk erforderlich. Weiterhin soll der Heizkessel so umgerüstet und an die Gastechnik angeschlossen werden, dass der Betrieb von Heizöl auf Faulgas umgestellt werden kann.

Am Treppenturm sind aufgrund schlechter bauphysikalischer Eigenschaften Beton- und Feuchteschäden im Innenbereich vorhanden. Deshalb wird der Turm umfänglich saniert und mit einer neuen Fassade versehen. Die energetische Sanierung wird durch neue Türen und Fenster ergänzt. Für die Sanierung ist ein Zeitraum von drei Jahren angesetzt. Die beiden Türme werden nacheinander erneuert. Begonnen wird mit dem nördlichen Turm, der bereits komplett geleert ist. Der südliche Turm bleibt in Betrieb, stellt die Funktionsfähigkeit der Anlage sicher und wird nach Fertigstellung des ersten Turms saniert. Die Kosten sind insgesamt mit acht Millionen Euro kalkuliert.


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