Ein Sprungbrett in den Arbeitsmarkt

Qualifizierungsprojekt „Connect“ soll beim Netzwerktreffen des WIR vorgestellt werden

Zum Beispiel in der Logistik sind Einfacharbeitsplätze grundsätzlich eine gute Einstiegschance und ein Sprungbrett für eine berufliche Entwicklung.  Symbolfoto: fr

Artikel vom: 19.12.2024

Bremen-Nord (red) – Der Wirtschafts-und Strukturrat Bremen-Nord plant ein Netzwerktreffen zu dem Thema „Berufsentwicklungspfade in und aus der Einfacharbeit“. Dieses soll am 18. Februar, 18.30 Uhr, in der Stadtteilfiliale der Sparkasse in Blumenthal stattfinden. Das über Bundes-ESF Plus finanzierte Projekt Connect im Rahmen der Sozialpartnerrichtlinie stellt sich dabei vor. 

Hintergrund ist, dass in verschiedenen Branchen wie der Logistik Einfacharbeitsplätze grundsätzlich gute Einstiegschancen auf dem Arbeitsmarkt bieten und ein Sprungbrett für eine berufliche Entwicklung sein können. In der Praxis werden diese Chancen häufig jedoch nicht genutzt. Die Fluktuationsrate ist hoch, die Menschen kommen in den Betrieben nicht wirklich an. Oftmals werden die Gründe auf Seiten der Beschäftigten gesucht; die Rolle der Unternehmen wird dabei vernachlässigt. Der Connect-Ansatz setzt sowohl bei den Menschen in einfacher Arbeit als auch bei den Betrieben und den dortigen Fach- und Führungskräften sowie Human Resources-Zuständigen an und verbindet alle Perspektiven miteinander. 

Umgesetzt wird dieses Projekt in Bremen noch bis zum 31. März 2026 von ma-co maritimes  competenzcentrum. Es konnten mittlerweile namenhafte Bremer Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen für das Projekt gewonnen werden und das ma-co freut sich, den erfolgreichen „Connect“-Ansatz jetzt auf  Bremen Nord auszuweiten. Näheres unter www.ma-co.de/ueber-uns. Zu den wichtigsten Zielen gehört unter anderem die dauerhafte Erhöhung der Integrations-, Verbleibs- und Aufstiegschancen von Beschäftigen in einfacher Arbeit. Es sollen ihnen ein existenzsicherndes Einkommen, sichere Arbeitsplätze und Karriereoptionen geschaffen werden.    Weiterhin spielt die Implementierung von Personalentwicklungssystemen bei dem Projekt eine große Rolle,  um diese Belegschaftsgruppe im Fokus zu haben. 

Dazu zählen unter anderem die Bestimmung und Qualifizierung von betrieblichen Integrationscoaches sowie ein Verfahren zur Potenzialermittlung inklusive eines Systems von Mitarbeiter-Gesprächen.    Ein weiteres Ziel ist die Implementierung von Berufsentwicklungspfaden, die mit horizontalen und vertikalen Schulungsangeboten untersetzt sind und einen Verbleib in einfacher Arbeit ebenso ermöglichen wie eine Entwicklung zur Fach- und operativen Führungskraft. „Der Standort Bremen kann mit Blick auf den Fachkräftebedarf von „Connect“ profitieren“, sagt Gerrit Küther, Geschäftsführer von ma-co maritimes  competenzcentrum. „Das Ziel ist, in Bremen die Quantität und Qualität der Fachkräfte zu erhöhen. Darauf zahlt das Projekt komplett ein.“ Nähere Informationen bei Gerrit Küther unter Telefon 0421 / 47 87 79-0 oder 0171 / 748 96 55.


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