Förderung für die Wasserstoff-Wirtschaft

Bundesminister Dr. Robert Habeck übergab Förderbescheide

Wasserstoff ist ein farb- und geruchloses Gas.Symbolfoto: fr

Artikel vom: 24.07.2024

Bremen (FR) – Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein setzen gemeinsam ein Zeichen für die Zukunft der Wasserstoffwirtschaft. 

In Berlin hat am vergangenen Montag Bundesminister Robert Habeck die finalen Bescheide für die nationale Förderung der bremischen Wasserstoff-Projekte „Clean Hydrogen Coastline“ und „HyPerLink“ mit Maike Frese, Staatsrätin für Wirtschaft, an die beteiligten Unternehmen EWE und Gasunie übergeben. Insgesamt planen Bund und Land für diese beiden Projekte eine gemeinsame Förderung in Höhe von rund 65 Millionen Euro am Standort. Der Bremer Landesanteil beträgt rund 19,5 Millionen Euro.

Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation, sagt: „Die Förderung der beiden Wasserstoff-Projekte über rund 65 Millionen Euro durch den Bund und das Land Bremen ist ein starkes Signal. Bremen ist durch die Nähe zu windreichen Regionen, den Häfen und der Infrastruktur, einer starken industriellen Basis sowie engagierten Unternehmen und Projekten im Wasserstoffsektor in einer sehr guten Position. 

Die Fördermittel zum Aufbau einer nachhaltigen Wasserstoffinfrastruktur beschleunigen den Ausbau Bremens zu einem führenden Standort für grüne Wasserstofftechnologie. Sie schaffen dadurch erheblich bessere Möglichkeiten, kleine und mittelständische Unternehmen in der Transformation zu stärken. Und sichern so die Zukunft Bremens als Industriestandort insgesamt. Ich danke dem Wirtschaftsminister für die Unterstützung.“

Die Europäische Kommission hatte zuvor am 15. Februar 2024 Vorhaben von gemeinsamem europäischem Interesse („IPCEI“: Important Project of Common European Interest) zur Förderung von der Wasserstoffinfrastruktur nach den EU-Beihilfevorschriften genehmigt. Dazu zählen die bremischen Wasserstoff-Projekte „Clean Hydrogen Coastline“ und „HyPerLink“. 

Die beiden Projekte beinhalten den Aufbau einer nachhaltigen Wasserstoffinfrastruktur in Niedersachsen und Bremen. Im Bremer Teil des Vorhabens „Clean Hydrogen Coastline“ ist der Aufbau einer Wasserstoff-Elektrolyse in einer Größenordnung von 50 Megawatt am Standort des Stahlwerks Mittelsbüren beabsichtigt. Im Bremer Teil des Projekts „HyPerLink“ erfolgt der Aufbau einer Leitungsinfrastruktur, um Bremen an das entstehende Wasserstoffnetz anzubinden.

In einer vorangegangenen Pressemitteilung heißt es: „Norddeutschland ist ein Industriestandort. Energieintensive Unternehmen sind hier ebenso beheimatet wie Unternehmen des produzierenden Gewerbes. Dies unterstützt die Wasserstoffwirtschaft in doppelter Hinsicht.“ 

Bremens Staatsrätin für Wirtschaft, Maike Frese, stellte fest: „In Norddeutschland wird erneuerbare Energie und zukünftig grüner Wasserstoff nicht nur produziert, sondern in hohem Maße auch nachgefragt. Dies ist ein Vorteil für die Wasserstoffwirtschaft beim Hochlauf, weil ein großes Abnahmevolumen von Beginn an vor Ort vorhanden ist. Und es ist ein Vorteil für die Industrie in einer etablierten Wasserstoffwirtschaft, weil grüne Energie und grüner Wasserstoff vor Ort perspektivisch günstige Energiepreise ermöglichen wird. Norddeutschland wird als Industriestandort perspektivisch attraktiver werden.“

Mit dem Ausbau der fluktuierenden erneuerbaren Energien und dem großskaligen Import von Wasserstoff und seinen Derivaten über die norddeutschen Küsten soll der Bedarf an Energiespeichern in den kommenden Jahren deutlich zunehmen. In der norddeutschen Tiefebene sind die geologischen Voraussetzungen einzigartig in Europa für die großvolumige Zwischenspeicherung von Wasserstoff in Kavernen. 

Zahlreiche Projekte zur Errichtung von Elektrolyseuren, Wasserstoff-Pipelines und zur Umrüstung von Kavernenspeichern sind bereits in Umsetzung oder Planung. Nahezu jeder Wirtschaftszweig ist auf funktionierende Häfen und gut ausgebaute Infrastrukturen angewiesen. Das gilt auch insbesondere für die Etablierung einer erfolgreichen Wasserstoffwirtschaft. 

Um die einmaligen Standortvorteile der norddeutschen Länder vollumfänglich nutzen und einen rechtzeitigen Beitrag zur bundesweiten Wasserstoffversorgung und Energiesicherheit leisten zu können, setzen sich die Küstenländer bereits seit vielen Jahren engagiert für einen zügigen Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft ein.


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