Rund um die Uhr erreichbar

130 Mitarbeiter betreuen die Leitstelle der Polizeidirektion Oldenburg

Wenn man Hilfe braucht, reicht ein Anruf unter 110 oder 112 und Hilfe ist unterwegs. SYMBOLFOTO: PIXABAY

Artikel vom: 06.10.2021

Region – (NAD) Kürzlich berichtete mir eine Bekannte von einem Vorfall bei ihr im Treppenhaus: Ein Nachbar war zusammengebrochen. Schnell wählte sie die Notrufnummer 112 und wenige Minuten später kam Hilfe. Darüber, dass alles so schnell funktionierte, war sie sehr froh. Es sei wichtig, dass man als Verkehrsteilnehmer darauf achte, wenn ein Fahrzeug mit Signalton oder Blaulicht komme, und man diesem Platz mache. Denn nur so könne die Hilfe rechtzeitig vor Ort sein. Das gilt für den Notruf 112, der in 44 europäischen Ländern die offizielle Rufnummer ist, aber auch für den Notruf 110. Denn wenn man sich in einer gefährlichen Situation befindet oder beispielsweise bei einem Einbruch oder Verkehrsunfall Hilfe benötigt, findet man dort die passend Unterstützung. Die Polizeidirektion Oldenburg, zu der unter anderem die Polizeiinspektion Verden/Osterholz gehört, nahm kürzlich am länderübergreifend durchgeführten „Tag des Notrufs“ teil.
„Wer die 110 wählt, bekommt die Hilfe der Polizei – und zwar 24 Stunden lang, rund um die Uhr“, betonte Johann Kühme, Präsident der Polizeidirektion Oldenburg, im Vorfeld der Aktion. Pro Tag gehen zwischen 500 und 2500 polizeirelevante Notrufe bei der Leitstelle der Polizeidirektion in Oldenburg ein. Dabei handelt es sich um extreme Situationen, aber auch kuriose Vorfälle. Rund 130 Mitarbeiter sorgen im Schichtsystem dafür, dass immer eine Ansprechperson erreichbar ist. Sie sind eine Anlaufstelle für 1,7 Millionen Menschen aus der Region. Sie koordinieren die rund 700 Einsätze, zu denen die Polizei im Durchschnitt täglich ausrückt.
„Mit dem Tag des Notrufs wollen wir den Menschen einen Einblick in die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen geben. Das ist wichtig, denn Transparenz schafft Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger – und das ist eine der wesentlichen Grundlagen für die tägliche Polizeiarbeit“, sagt Johann Kühne. Aus diesem Grund veröffentlichte die Polizei unter dem Hashtag polizei110 Einsatzgeschehen
unter anderem über Twitter.
Im gesamten Tätigkeitsgebiet ging es unter anderem um einen Fehlalarm einer Brandmeldeanlage, einen versuchten Diebstahl aus einem Altkleidercontainer und Unbekannte, die Müll in dem Garten des Mitteilers abgelegt hatten – freundlicherweise mit Adresse, die beim Unrat dabei lag. Zudem erhielt jemand einen Anruf, dass sein Sohn mit schwerem Coronaverlauf im Krankenhaus liegen und versterben würde, wenn nicht 30000 Euro für einen Hubschrauber überwiesen werden würden. „Keine Daten rausgeben, nichts überweisen / -geben! Auflegen & Polizei rufen!“, schrieb die Dienststelle in Cuxhaven dazu.
Die Mitarbeiter der Polizeiinspektion Verden/Osterholz befassten sich gleich zu Beginn mit einem vermuteten Einbruch. Der Anrufer bemerkte eine offenstehende Tür und rief die Polizei. „Der Verdacht bestätigte sich leider“, hieß es auf Twitter. Zudem hatte sich ein Dieb als Schornsteinfeger ausgegeben und 500 Euro stehlen können. „Bei unbekannten Dienstleis-tern sollte man, besonders an der Haustür, genau hinsehen. Ein Anruf bei der behaupteten Firma kann auch zur
Sicherheit beitragen“, twitterten die Mitarbeiter als Tipp.
Ein kurioser Fall ereignete sich am Nachmittag: Ein PKW-Fahrer führte seinen Hund durch das Fenster des fahrenden Wagens Gassi. Er sei aufgrund der Geschwindigkeit schon mehrfach gestürzt. Die Polizei konnte den Verursacher allerdings nicht mehr antreffen. Auf der A27 in der Abfahrt Schwanewede platze ein Motor und das Auto brannte. Der Brand konnte gelöscht werden.


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