Nachtwanderer suchen Verstärkung

Ehrenamtliche sind wieder aktiver

Nach den Lockdowns gehen Jugendliche wieder vermehrt in die Disco. Auf dem Heimweg können sie auf die Nachtwanderer treffen.
SYMBOLFOTO: FR

Artikel vom: 13.03.2023

Bremen-Nord – (RDR) Sie sind in Kleingruppen unterwegs und tragen Westen beziehungsweise Jacken mit dem gelb-blauen Aufdruck „Nachtwanderer“.
Diese Gruppe gibt es seit 2004 in Bremen-Nord nach schwedischem Vorbild.
Die Ehrenamtlichen sind, wie es der Name schon sagt, überwiegend spätabends oder nachts in der Region unterwegs. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, für Jugendliche da zu sein. Wo viele Menschen zusammenkommen, auf Plätzen, in Bussen und Bahnen, kann man sich unwohl fühlen. Dort wollen die Nachtwanderer Ansprechpartner für Jugendliche sein und bei Bedarf auch deeskalierend wirken.
Ziel der Männer und Frauen ist es, einen Beitrag für ein respektvolles Miteinander und für ein angenehmes soziales Klima in Bremen-Nord zu leisten.
Dafür werden weitere Mitstreiter ab 25 Jahren gesucht, die es sich vorstellen können, Nachtwanderer zu werden. Die Ehrenamtlichen haben nach eigener Aussage sehr viele gute Erfahrungen während der vielen Begegnungen mit Menschen in Parks, auf den Straßen und in Bussen gemacht. „Damit wir öfters unterwegs sein können – die Jugendlichen schätzen unsere Anwesenheit nämlich – brauchen wir weitere Ehrenamtliche, die bereit sind, sich einzusetzen, damit Jugendliche gut durch die Nacht kommen“, erklärt Lasse Berger von den Nachtwandern. Der gebürtige Schwede war es einst, der die Nachtwanderer-Idee nach Bremen-Nord „importiert“ hat.
Es gehe dabei darum, Courage zu zeigen, wo andere wegschauen. Anwesend zu sein, ohne sich aufzudrängen, so Lasse Berger.
„Wir sind immer in Teams von drei bis vier Personen unterwegs – jeder achtet auf den anderen“, so Lasse Berger weiter. Um gut für die Nachtwanderungen vorbereitet zu sein, fänden Schulungen wie Deeskalationstraining und Erste Hilfe Kurse statt. Einmal monatlich treffen sich die Nachtwanderer zu einem Erfahrungs- und Meinungsaustausch.
Beim nächsten Treffen sind alle Interessierten herzlich willkommen. Es findet am 20. März, 19.30 Uhr, bei der AWO Bremen, Fachdienst Migration und Integration, Landrat-Christians-Straße 99b, statt. Dabei kann sich jeder ganz unverbindlich informieren.
Vorabinformationen erteilt Lasse Berger per Mail an: info@nachtwanderer.info sowie unter Telefonnummer 0421 / 637142. Näheres ist auf der Homepage www.nachtwanderer.info zu finden.


Weitere interessante Artikel

Constructor-Uni beruft Nobelpreisträger

Grohn – (nik) Der Nobelpreisträger Sir Konstantin Novoselov wird der nächste Präsident der Constructor University. Das gab der Vorstand der privaten Hochschule, Dr. Serg Bell ...

Pappbootregatta in Vorbereitung

Vegesack – (as) „Wir haben zwölf Teams aktuell“, freut sich Birgit Benke, Organisatorin der Vegesacker Pappbootregatta, die in diesem Jahr am Samstag, 16. Mai, stattfinden ...

Über Gott und die Welt reden

Bremen-Nord – (rdr) Unter anderem Pastorin Ulrike Bänsch, Pastor Dr. Pawel Nowak und Stefan Lüße engagieren sich in Zusammenarbeit mit einem Kirchennetzwerk der katholischen ...

Zehnte Ostereier-Aktion

Region – (as) Bereits zum zehnten Mal hat der Lions Club „Bremer Schweiz“ sein Sammel-Osterei für den guten Zweck aufgelegt.     Insgesamt 6000 runde ...

„Zufällig“ am Einbruch beteiligt

Blumenthal – (rdr) Für den Staatsanwalt war der Angeklagte ein alter Bekannter, gegen den am Freitag wegen versuchten Wohnungseinsbruchdiebstahls und Diebstahls mit einer Waffe am ...

Bremen-Nord eine Stimme geben

Bremen-Nord – (rdr) Philipp Romeiser ist Geschäftsführer der Romeiser Plus Architekten und Projektentwickler GmbH. Der Architekt ist schon seit über zehn Jahren Mitglied im ...

Ein Herzensprojekt

Region – (as) „Glück ist das Einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt“ – diesen Ausspruch von Albert Schweitzer haben sich Elke und Rainer Rogge auf die Fahnen ...

Versorgung ist im Winter schwierig

Region – (rdr) Das Winterwetter und Krankheitswellen sorgen dafür, dass Blutkonserven teilweise knapp werden. Einige Menschen sehen von einer Blutspende ab aus Angst, bei Eis und Schnee zu ...

Kinderärzte ungleich verteilt

BREMEN-NORD – (nik) Obwohl in Bremen-Nord besonders viele Kinder und Jugendliche leben, gibt es deutlich weniger Kinderarztpraxen als in anderen Stadtteilen. In einem Brief an das ...