Warum gibt es keine Tonnagenbegrenzung?

Blumenthaler Beirat: „Straßenschäden“-Schilder lösen nicht das Übel

Der schlechte Zustand der Turnerstraße in Lüssum-Bockhorn ist mit dem Hinweisschild als allgemeine Gefahrenstelle ausgewiesen.Foto: th

Artikel vom: 14.01.2025

Blumenthal (TH) – Vermehrt sind an den Straßen im Stadtteil Blumenthal die Hinweisschilder „Gefahrenstelle“ zu finden. Für die SPD-Beiratsfraktion ist dieser Zustand nicht mehr hinnehmbar, dass nahezu jede dieser betroffenen Straßen zusätzlich mit dem Zusatzschild „Straßenschäden“ versehen wurde. Trotz dieser Beschilderung würden keinerlei Sanierungsarbeiten vorgenommen. Der Lkw-Verkehr würde nach Ansicht der SPD-Fraktion je nach Höhe der Achslast eine beschleunigte Abnutzung der Fahrbahndecken bewirken. Bei zehn Tonnen müsse von einer stärkeren Achslast von 100 000 Tonnen ausgegangen werden im Vergleich zu Pkw von 0,5 Tonnen, rechneten Christian Milpacher und Kay Bienzeisler aus der SPD-Fraktion vor.

Eine wachsende Bedeutung für bedingte Bauschäden würde der Schwerlastverkehr verursachen. Die entstehenden Schwingungen würden die Straßendecke beschädigen sowie Spurrillen und Schlaglöcher bewirken, auch Risse an Gebäuden und der Kanalisation verursachen.

Daher richtet sich die Anfrage in der Beschlussvorlage an die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung, warum ausschließlich nur in der Turner- und Cranzer Straße eine Tonnagenbeschränkung existieren würde.

Ferner möchte man erfahren, welcher Straßenuntergrund und -aufbau nötig wäre, damit der Schwerlastverkehr oder Kleintransporter bis maximal 7,5 Tonnen die Straße befahren können. Darüber hinaus wird erfragt, welche Maßnahmen ergriffen werden, um den Schwerlastverkehr vorrangig aus Wohngebieten fernzuhalten. Die SPD-Fraktion hält es für sinnvoll, die Straßen, die bereits mit „Straßenschäden“ ausgewiesen sind, mit einer Tonnagenbegrenzung zu versehen.

Die Polizei in Blumenthal, die an der Beiratssitzung teilnahm, verwies auf die Bedeutung des Verkehrsschildes, das den Hinweis auf eine Gefahrenstelle gibt, der nicht nur für die Fahrbahn, sondern auch für die Nebenanlagen Gültigkeit besitzt. Der Beirat stimmte dem vorlegenden Antrag zu. Nach Ansicht eines Anwohners der Turnerstraße, die auch mit dem Hinweisschild „Gefahrenstelle“ versehen wurde, sei der Straßenabschnitt eine regelrechte Rennstrecke, der als Direktverbindung zur Schwaneweder Straße führt. Er regte an, die Höchstgeschwindigkeit auf 30 Kilometer pro Stunde zu reduzieren. Der Vorschlag, eine Messtafel aufzustellen, akzeptierte der Beirat.


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