Beschlussvorlage wurde verabschiedet

Der Verlauf der geplanten Radpremiumroute in Blumenthal steht fest und wurde dem Beirat vorgestellt

Auch durch die Fresenbergstraße soll die Radpremiumroute führen, für die der Beirat Blumenthal grünes Licht erteilte.  Foto: th

Artikel vom: 02.01.2026

Blumenthal – (th) Die Radpremiumroute durch den Stadtteil Blumenthal gewinnt an Geschwindigkeit und nimmt die letzte Runde. Inzwischen wurde die Beschlussvorlage verabschiedet. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr hatte bereits dem Beirat Blumenthal empfohlen, der Routenführung zu folgen. Ortsamtsleiter Oliver Fröhlich sprach sich dafür aus, grünes Licht für die vorgesehene Streckenführung zu erteilen. 

Auf der Ausschusssitzung hatte der ADFC seine Empfehlung und Zustimmung für die Route abgegeben, die der Mobilitätsausschuss zuvor vorgestellt hatte. Die Route soll von Vegesack durch die Lindenstraße, Landrat-Christians-Straße über die Lüssumer Straße in die Fresenbergstraße abzweigen, um von dort über die Jollenstraße, Lose Barg, Reepschlägerstraße, Richard-Taylor-Straße und Betonstraße die Farger Straße zu erreichen und über Pötjerweg und Hinterm Hohenesch in die Rekumer Straße zu münden. Eine Änderung sollte in Farge für den Pötjerweg erfolgen.  Dafür lag ein Vorschlag vor, den Verlauf zu überdenken, da er nach Ansicht eines Bürgers mit erheblichen Nachteilen und Sicherheitsrisiken verbunden sei. Da sich einzelne Abschnitte eng und übersichtlich gestalten, wäre die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer stark gefährdet. Schließlich sollte die geplante Route durch hohe Standards auszeichnen. Ferner könnte eine Lärmbelästigung die Folge sein und die Wohnqualität mindern. 

Eine alternative Streckenführung über breitere, bereits bestehende Hauptverkehrswege könnte auftretende Probleme umgehen. Auch der ADFC hatte einen Bürgerantrag eingereicht und für eine Verlegung der Hauptroute durch Bremen Nord plädiert, um zugleich die Tourismusbranche zu stärken. So sollte der bestehende Weserradweg alle drei nordbremischen Ortsteile durchqueren. Schließlich würde der beliebteste Fernradweg auch Chancen für Bremen-Nord bieten, wie eine signifikante Wirtschaftsförderung. Denn von dem Fahrradtourismus  würden Gastronomie, Pensionen und Hotels profitieren. Und auf der Alternativroute können historischen Orte aufgesucht werden, die mit der Heringsfischerei, dem Walfang und Schiffbau in Verbindung stehen sowie der Denkort Bunker Valentin. Der ADFC betrachtet es als eine Umsetzung der in Arbeit befindlichen „Fortentwicklung der Tourismusstrategie der Stadt Bremen“.

Die neue Route wäre prägend für das Profil „Grüne Stadt am Fluss“, um den Orten am Wasser mehr Aufenthaltsqualität zu bieten in einem facettenreichen Erlebnisraum. Beiratssprecher Hans-Gerd Thormeier (CDU sprach sich für eine Ausarbeitung der Radpremiumroute aus. Daher lehnte er im Namen seiner Fraktion Änderungen ab. „Wir wollen das Projekt voranbringen“, so sein Fraktionskollege Thomas Bergmann. So bestünde eine gute Chance, als erster Stadtteil in Nord die Route durchzusetzen. Auch Kay Bienzeisler (SPD) favorisierte die bestehende Ausarbeitung, der man folgen möchte. Christian Milpacher (SPD) schlug vor, den ADFC zu dem Themenkomplex anzuhören. Der Beirat votierte abschließend für die vorliegende Beschlussvorlage, sodass der Fahrradroute im Raum Blumenthal nichts mehr im Wege steht. 


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