Der Bahnhof der Zukunft

Vertreter des Nordbremer Bauamts stellten die Rahmenplanung in Vegesack vor

Vorgesehen ist ein neuer Bahnhofskopf durch eine Verlängerung des Gleis 1 durch den Rückbau des Fahrradparkhauses. Damit könne die Umsteigesituation verbessert werden. Foto: Baumat Bremen-Nord

Artikel vom: 26.01.2026

Vegesack – (rdr) Vertreter des Bauamts Bremen-Nord haben das Ergebnis der Rahmenplanung für den Vegesacker Bahnhofsplatz, der komplett umgestaltet werden soll, kürzlich in der Sitzung des Vegesacker Beirats vorgestellt.

Bauamtsleiter René Kotte befand, der Beirat habe sich dafür eingesetzt, dass die Probleme in dem Bereich angegangen würden. „Es muss dringend etwas passieren am Bahnhofsplatz“, erklärte er. Durch das Integrierte Entwicklungskonzept (IEK) Grohn habe man die Rahmenplanung für das Areal angehen können.

Marc Brandwein machte deutlich, dass die Umsetzung langfristig und in Etappen erfolgen soll. Der Stadtplaner führte ferner aus, dass zur Umgestaltung insgesamt sechs Projekte gehörten – auch über den eigentlichen Bahnhofsplatz hinaus. 

Vorgesehen ist so ein neuer Bahnhofskopf durch eine Verlängerung des Gleis 1 in Richtung Friedrich-Klippert-Straße – durch den Rückbau des Fahrradparkhauses. Damit könne die Umsteigesituation zwischen Bus und Bahn verbessert werden. Die Planer sehen dabei eine neue Überdachung vor. Damit könnte sich das Bahnhofsensemble auch in Richtung des neuen Speicherquartiers und des Ortsteils Grohn öffnen, um die Grohner Düne nicht mehr zu isolieren. 

Der Bahnhofsplatz soll übersichtlicher und nutzerfreundlicher gestaltet werden, um den Pendlern eine bessere Orientierung zu bieten. Die Aue werde dabei nicht überplant, so Stadtplaner Marc Brandwein. Beim neuen ZOB sollen die Haltestellen anders als heute kompakt parallel zueinander und zur Schönebecker Aue angeordnet werden. Die An- und Abfahrt aus beiden Richtungen sei möglich.

Die neuen Deichtreppen, die mit dem erhöhten Hochwasserschutz am Hafenkopf korrespondieren müssen, sollen behutsam in den Stadtraum integriert werden. Auch ein Deichschart sei vorgesehen. Ein weiteres Projekt ist der neue Stadioneingang, weil die bestehende Umkleide der SAV Ende des Jahres zurückgebaut wird.

Und abschließend stellte die Renaturierung der Aue eine der Maßnahmen dar. In diesem Zusammenhang sei eine Entsiegelung des heutigen Park- & Ride-Parkplatzes vorgesehen. Der Verlauf der Schönebecker Aue soll weitgehend beibehalten werden; federführend zuständig für dieses Projekt sei allerdings die Umweltbehörde. Eine weitere Vision sei die eines Taubenhauses. „Das Thema Taube hat uns immer begleitet.“ Die Zuständigkeit hier liege allerdings bei Immobilien Bremen. 

Über das IEK Grohn können bis 2032 Mittel in Höhe von 12 Millionen Euro aus dem Städtebauförderprogramm abgerufen werden. Bis dahin könnten aber kaum alle Projekte umgesetzt sein, so Hosea Dirschauer vom Bauamt Bremen-Nord, der einen Zeitraum von 15 bis 20 Jahren benannte. Für einige Maßnahmen sei ferner eine Co-Finanzierung notwendig. 


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