„In Zeichnen vorzüglich“

Ausstellung: „Du traust mir nicht genug Talent zu – Hermine Overbeck-Rohte in ihrer Zeit“

Dr. Katja Pourshirazi in der Ausstellung: Hier einige der frühen Werke von Hermine Overbeck-Rohte.  Foto: as

Artikel vom: 28.11.2025

Vegesack – (as) Was Hermine Rohte schon in jungen Jahren für unglaubliches Talent hatte, ist in der Ausstellung zu sehen, die am heutigen Sonntag, 23. November, im Overbeck-Museum eröffnet wird. Jedoch heißt diese „Du traust mir nicht genug Talent zu! – Hermine Overbeck-Rohte in ihrer Zeit“ und wurde von der Museumsleiterin Dr. Katja Pour-shirazi und ihrem Team mit Kunst, Können und großer Liebe zum Detail vorbereitet. „So viele Bilder haben wir noch nie gezeigt“, sagt diese. Zwischen 120 und 150 Werke sind zu sehen.

Die jüngste Ausstellung mit den – ausschließlich Öl- – Bildern der Künstlerin habe es 2011 gegeben. Seitdem seien etliche dazugekommen. Nun würde die ganze Bandbreite ihres Schaffens gezeigt, wie die Zeichnungen, die sie in der Münchener Damenakademie angefertigt hat oder ihre Fotografien, die (Pflanzen-)Zeichnungen und die Ölgemälde.

Zudem sind Dokumente aus ihrem Leben zu sehen, das Poesiealbum, das sehr gute Schulzeugnis – in Zeichnen hatte sie ein „Vorzüglich“ –, Fotos und Briefe, wie auch ein Paar der Strümpfe, die sie stricken musste. „Wie viele Bilder hätte sie malen können, während sie Socken gestrickt hat?“, fragt sich die Museumsleiterin.

„Wir wollen ins Gedächtnis rufen, wie Frauen in der Zeit gelebt haben, zum Beispiel, dass für Mädchen mit 14 Jahren die Schule vorbei war und sie nicht studieren durften“, so Dr. Katja Pourshirazi. Weiterhin gibt es drei Leihgaben von Hermine Rohtes Studienfreundin Marie Bock. „Es waren die beiden, die die Tür geöffnet haben für die Malerinnen in Worpswede.“ Das Künstlerdorf und das Overbeck-Museum korrespondierten und kooperierten zur Zeit insbesondere wegen des 150. Geburtstags von Weggefährtin Paula Modersohn-Becker. Die Ausstellung ist bis zum 8. März des kommenden Jahres zu sehen und beinhaltet ein umfangreiches Begleitprogramm. Weitere Informationen unter www.overbeck-museum.de.


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