Ein letztes Mal gärtnern

UrbanGardening des alz muss schließen, weil die Fördermittel entfallen

Das erfolgreiche Projekt muss aus Kostengründen beendet werden.    Foto: fr

Artikel vom: 22.09.2025

Vegesack – Vor rund zehn Jahren startete das Projekt UrbanGardening auf einer knapp 2000 Quadratmeter große ehemalige Brachfläche neben dem alz in der Hermann-Fortmann-Straße. Ziel war es, mit Workshops und durch praktische Beispiele zu zeigen, wie Gärtnern in der Stadt funktioniert. Mitte Juni dieses Jahres fiel die Entscheidung das Areal zu schließen. Grund war der Wegfall verschiedener Förderungen, ohne die das Konzept nicht weitergeführt werden kann. So wurde unter anderem das Projekt „Klimaschutz im Alltag“ eingestellt, mit dem die Senatsstelle für Umwelt, Klima und Wissenschaft bisher gemeinnützige Projekte zum alltagsbezogenen Klimaschutz in Quartieren gefördert hatte. Als gemeinnütziger Verein, der als Beschäftigungsträger Arbeitsplätze für Menschen schafft, die Schwierigkeiten haben, sich auf dem regulären Arbeitsmarkt zu integrieren, ist das alz allerdings auf Förderungen angewiesen. 

Der Zeitpunkt, an dem sich die Tore des UrbanGarden-Geländes endgültig schließen, naht deshalb. Für alle UrbanGarden-Fans und Gartenfreunde gibt es vorher aber eine Gelegenheit, sich noch vorhandene Ausstellungsstücke, DIY-Stücke, Raritäten und andere Lieblingsteile zu sichern. Am Mittwoch, 24. September, veranstaltet das Team von 9.30 bis 17 Uhr einen Sonderverkauf, während dem sich ein letztes Mal die Türen zum Gartenbereich öffnen.

„Wir haben all unsere Besonderheiten und unser Gedöns zusammengeräumt. Vielleicht finden Sie noch das ein oder andere Schätzchen für ihr Zuhause!“, lädt Projektleiterin Sabine Heinsohn ein.

Besonders schwierig war die Vermittlung der rund 50 Goldfische, die aktuell noch die Teiche und Becken des UrbanGardening bewohnen und nun ein neues Zuhause brauchen. Das Team möchte, dass die Tiere in ihrer neuen Umgebung glücklich und mit ähnlich viel Freiraum durchs Wasser gleiten können wie zuvor, betont Betriebsleiterin Katharina Lischka. Nach dem Sonderverkauf beginnen die alz-Mitarbeiter das Gelände abzuräumen. Völlig aus dem Portfolio verschwinden soll das Thema „Gärtnern in der Stadt“ jedoch nicht. Deshalb ist geplant, einen kleinen Gartenbereich im vorderen Bereich des Betriebsgeländes zu schaffen. In der Nähe des Bistro Mahlzeit. Er soll dort entstehen, wo in den vergangenen Jahren das „Gartencenter“ aufgebaut war.


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