Unterführung soll saniert werden
In der Unterführung fließt das Regenwasser nicht verlässlich ab und es gibt Beschwerden über Uringeruch. Foto: nik
Artikel vom: 30.08.2026
Burglesum – (nik) Einer Pressemitteilung der Deutschen Bahn zufolge soll mit 44 neuen, mobilen Handwerkerteams die Sanierung von Bahnhöfen deutlich an Tempo gewinnen und zu sichtbaren Verbesserungen für die Fahrgäste führen. Darauf nimmt ein Antrag der Beiratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen Bezug, der in der vergangenen Burglesumer Beiratssitzung einstimmig angenommen wurde. Von der Bahn wird erwartet, dem Bahnhof Bremen-Burg und dort insbesondere die Unterführung zu den Bahnsteigen bei den Sanierungen besondere Priorität einzuräumen. Im Antrag ist von seit Jahren bestehenden hygienischen Missständen die Rede. Dazu zählten die Geruchsbelästigung durch Urin und wiederkehrende Probleme bei der Entwässerung. Der Zustand der Unterführung stehe im Widerspruch zu den Anforderungen an einen sicheren und attraktiven öffentlichen Nahverkehr. Ulrike Schnaubelt brauchte den Antrag nicht ausführlich zu begründen, die Situation sei allen Beiratsmitgliedern hinlänglich bekannt. Den einstimmig beschlossenen Antrag könne man nun der Bahn zukommen lassen.
In einer zurückliegenden Sitzung ging es um Autos, die auf der Friedensheimer Straße in Grambke mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs seien. Die Idee ist, mit sogenannten Fahrbahnverschwenkungen dort eine Drosselung des Tempos zu erzwingen. Dazu liege nun ein Kostenvoranschlag des Amts für Straßen und Verkehr vor, wie die stellvertretende Ortsamtsleiterin Sabine Tietjen informierte. Die Maßnahme würde etwa 38 000 Euro kosten und könne bereits 2027 umgesetzt werden. Der Beirat befand dazu „Passt.“ und bewilligte einstimmig Mittel von bis zu 50000 Euro aus dem ASV-Stadtteilbudget. Ebenfalls war man sich schnell einig darüber, dass in der Burger Heerstraße auf Höhe der Hausnummer 19 eine zeitliche Parkbegrenzung eingeführt werden soll, orientiert an den im Stadtteil üblichen Zeiten.
Zum wiederkehrenden Problem der Vermüllung rund um Textil- und Glascontainer lag ein Bürgerantrag vor. Diesmal geht es um eine Sammelstelle in der Mahlstedtstraße. Der Standort sei schlecht einzusehen, was es ermögliche, dort Müll abzuladen, ohne gesehen zu werden. CDU-Sprecher Martin Hornhues zufolge sei man bereits auf dem „kleinen Dienstweg“ aktiv geworden, sodass dort nun der Altkleidercontainer entfernt wurde. Man solle mal schauen, ob das etwas bringe und den Antrag bei Bedarf wieder aufrufen.
Barbara Punkenburg sprach von einem grundsätzlichen Problem und wäre für eine Kameraüberwachung. Auch die Glascontainer laden wohl manche Leute zum Müllabladen ein. SPD-Sprecherin Maren Wolter gab deshalb zu bedenken, dass dieses Vorgehen nicht zur nächstliegenden Lösung werden könne: Menschen, die nicht so mobil sind, seien darauf angewiesen, dass es wohnortnahe Entsorgungsmöglichkeiten gebe. Es sei dafür doch eine Taskforce eingerichtet worden, die man einladen könne, dem Beirat zu berichten. In seinem Beschluss begrüßt der Beirat die Entfernung des Textilcontainers und will die Situation dort weiter im Auge behalten.
Mündlich vorgebrachte Anträge betrafen die Verkehrssituation in der Stader Landstraße. Besonders in den Morgenstunden und am späten Abend könne man in Fahrtrichtung Marßel Rasereien von etwa 80 Stundenkilometern beobachten. Daher wäre dort eine Messtafel wünschenswert, die auch die Geschwindigkeitsdaten speichern könne. Werner Müller, ehemaliges Beiratsmitglied, fragte zudem nach, wann mit der Sanierung dieser Straße sowie auch des Helsingborger Platzes und der Freifläche neben der Söderblomkirche in Marßel gerechnet werden könne.
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