Zwei Projekte genießen Priorität

Rathausumbau und Gebäudesanierungen in der George-Albrecht-Straße stehen bevor

Das historische Rathaus an der Landrat-Christians-Straße wird in ein Quartiershaus umgewandelt werden. Foto: th

Artikel vom: 15.02.2026

Blumenthal – (th) Zwei Projekte spielen im Stadtkern von Blumenthal eine größere Rolle. Bis zum Jahresende müssen einzelne Wohnblöcke in der George-Albrecht-Straße geräumt sein. Und es findet eine Auslobung eines Wettbewerbs zum Rathaus Blumenthal statt. Diese Tagesordnung bestimmte kürzlich die Sitzung des Beirates Blumenthal. Hanna Augustin aus dem Hause der Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung, möchte eine Imageverbesserung in der George-Albrecht-Straße erzielen. Ziel müsse sein, den gesamten Zustand der Straße zu entwickeln, über den Einzugsbereich hinaus, um eine städtebauliche Verbesserung zu erreichen. Es muss sich wohnungswirtschaftlich tragen.

Sie zeigte sich zuversichtlich, dass der geplante Leerzug für die Wohneinheiten 13 sowie 16 a – f  zum Jahresende abgeschlossen ist. Im Jahre 2025 wurden 68 Wohneinheiten von der Stadtgemeinde erworben. Eine Sanierung könne nur im unbewohnten Zustand durchgeführt werden. Und ein Teilabriss könne zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden. Alle Mietparteien sind inzwischen aufgesucht und informiert worden, um zugleich den Zustand der Immobilien einzuschätzen. Ferner wurden zwei Bewohnerversammlungen durchgeführt. Die notwendigen Kündigungen sind bereits erfolgt. Ein Wohnraumlotse bietet Unterstützung und nimmt Wohnungsangebote entgegen, berichtete Hanna Augustin. Bei Bedarf werden auch Ersatzwohnungen vorgeschlagen und im Einzelfall Umzugskosten übernommen.

„Wir sprechen auch mit den großen Wohnbaugesellschaften“, so Hanna Augustin. „Wir sind guter Hoffnung, es zu schaffen“. Es laufen zudem Überlegungen, zu prüfen, ob Nachverdichtungspotentiale vorhanden sind, wie zum Beispiel das Areal vom Parkplatz 2. Es werden alle freien Flächen einbezogen, um das gesamte Einzugsgebiet zu verbessern, auch mit der Hilfe von Privatinvestoren. Ferner soll sich das Quartier mehr in den Stadtteil und zur Mühlenstraße öffnen. Das historische Rathaus wird zum Quartiershaus umgewandelt. Es handelt sich um ein nationales Projekt des Städtebaus, berichtete Hanna Augustin. Es werden sehr unterschiedliche Bereiche entstehen.

Dafür wurde eine Werkstattreihe entwickelt, um ein Fachkonzept für das Quartier aufzustellen. Bereits im März wird eine erste Fassung vorliegen, um die einzelnen Betriebsteile inhaltlich aufzulisten. Dazu zählt die künftige Stadtteilbibliothek. Die gesamte Planung wird im Rahmen eines Realisierungswettbewerbes vorgenommen. Dafür muss ein qualifiziertes Architekturbüro gefunden werden. In dem EU – Verfahren werden in einer Jury u.a Vertreter des Bundes, der senatorischen Ressorts und des Ortsamtes vertreten sein. Das Gremium wird die Entwürfe bewerten. Der Wettbewerb startet im Mai, im September tagt das Preisgericht. 


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