„Ein Ort der Technik und Erinnerung“
André Abrath, Geschäftsführer der BREWA, eröffnete gemeinsam mit Benedykt Nadolski und Detlef Gorn (Initiative Kämmerei-Quartier) das Museum (von links). Foto: th
Artikel vom: 06.02.2026
Blumenthal – (th) „Dieses Museum ist ein Ort der Technik – aber auch der Erinnerung“. André Abrath, Geschäftsführer der BREWA wte GmbH, freute sich an diesem Tag, in einem feierlichen Rahmen das „lütje Museum“ zu eröffnen. Schon seit Monaten packten viele Hände mit an, eine große Anzahl an Exponaten zusammenzustellen, die unmittelbar mit dem Alltag der BWK in Verbindung stehen und die Geschichte dokumentieren. Viele Menschen waren zur Eröffnungsfeier gekommen, die auf ganz unterschiedliche Weise mit dem neuen Museum verbunden sind. „Hier wurde gearbeitet, repariert, gemessen und gelernt“, so André Abrath.
Mit dem Museum verbunden sei eine kleine Zeitreise, als noch technische Geräte schwer, mechanisch, analog und oft handgemacht waren. Erfahrung, Wissen und handwerkliches Können waren sehr gefragt. Viele der ausgestellten Geräte würden aus dem näheren Umfeld der BWK stammen. Dieses Unternehmen hätte die Industriegeschichte über Jahrzehnten geprägt. Das „lütje Museum“, das sich unweit des Heizkraftwerkes befindet, präsentiert in der ursprünglichen Werkstatt noch echte Arbeitsgeräte, die einmal unentbehrlich waren. Es ist eine Technik, die täglich zum Einsatz kam, Spuren trägt und Geschichten erzählt.
Seinen Dank richtete André Abrath an eine Reihe von Firmen und Personen, die mit Fachwissen und tatkräftiger Unterstützung einen wichtigen Beitrag für das Museum geleistet hätten. Dazu zählen Detlef Gorn, der die Geschichte der BWK lebendig hält und Benedykt Nadolski, Chef vom Bremer Woll Service sowie die Familie Heiko Zerfowski. Auch die BREWA und ihre Mitarbeiter hätte eine Menge dazu beigetragen. Einen ganz besonderen Dank richtete André Abrath an das Heizkraftwerk Blumenthal, das den Raum für das Museum unentgeltlich zur Verfügung stellt.
Detlef Gorn war die Freude sichtlich ins Gesicht geschrieben. Er hatte sich für das Museum sehr eingesetzt. Im Namen der Initiative Kämmerei-Quartier drückte er seine Hoffnung aus, dass sich der Umfang der ausgestellten Geräte erweitern wird. Er dankte allen Beteiligten für ihre Unterstützung. Erfreulicherweise war ein Kreis von ehemaligen BWK-Mitarbeitern seiner Einladung gefolgt. Sie waren emotional sehr ergriffen, als sie ihre alte Lehrstätte wiedersahen, einzelne von ihnen nach über 65 Jahren. Gorn verwies zugleich auf die wertvollen historischen Gebäude, die sich auf dem Kämmerei-Gelände befinden. Allein 14 sind unter Denkmalschutz gestellt worden. Das sei für Bremen einmalig. Als die Motorisierung noch nicht einsetzte, befanden sich auf dem Gelände 2500 überdachte Fahrradplätze.
Grußworte richtete Benedykt Nadolski an die Gäste und wünschte dem Vorhaben viel Erfolg. Auch der Arbeitskreis Technikgeschichte an der südlichen Nordseeküste war der Einladung gefolgt. Als Geschenk brachte Vorsitzender Volker Kuhnert ein Modell des bekannten Pewsumer Leuchtturmes mit. Für einen festlichen Rahmen sorgte auf der Eröffnungsfeier das Blasorchester des TV Schwanewede unter der Leitung von Mathias Wulff. Das lütje Museum kann werktags in der Straße Marschgehren 13 von 8 bis 16 Uhr besucht werden.
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