Repräsentatives Gebäude im Ortskern

Die Planungsstudie zum alten Blumenthaler Rathaus liegt jetzt vor

Das alte Rathaus in Blumenthal könnte zu einem Quartiershaus umgestaltet werden, so dass neues Leben einkehrt. Zusätzlich ist ein dreigeschossiger Anbau in einer Planungsstudie enthalten. Foto:th

Artikel vom: 25.06.2024

Blumenthal (TH) – Auch heute noch stellt das alte Rathaus ein repräsentatives Gebäude im Blumenthaler Ortskern dar. Künftig könnte dort neues Leben einkehren. Symmetrisch aufgebaut, gestaltet es sich rückseitig facettenreicher in einer L-Form. Durch das leicht abschüssige Gelände ist es von vorn über eine Treppe zu erreichen, während rückseitig eine Treppe hinunterführt. Dadurch gibt es zwangsläufig unterschiedliche Anforderungen für eine Nutzung. Matthias Rottmann aus dem Hause de zwarte Hond stellte dem Beirat Blumenthal kürzlich eine Planungsstudie vor.

Es gäbe bereits im Vorfeld viele Interessenten mit unterschiedlichen Bedarfen, aber auch gemeinsamen Schnittmengen. Das breite Spektrum umfasst Polizei, Ordnungsbehörde, Familienzentrum, Gesundheitsbereich und Stadtteilbibliothek. Die Lage des Rathauses würde nach Ansicht des Planungsbüros eine Scharnierfunktion übernehmen. Während eine Seite zu den Bildungseinrichtungen zeigt, sei die vordere Front zum Ort gerichtet.

Es müssen eine Reihe von Umbau- und Sanierungsarbeiten vorgenommen werden. So müssen ein weiteres Treppenhaus und zusätzliche Eingänge eingeplant und geschaffen werden.  Der ehemalige Ratssaal wird zu einem Multifunktionssaal umgestaltet. Eine zweigeschossige Bibliothek wird angeschlossen sein. Während der Hauptbau über zwei Geschosse verfügen wird, wird der Anbau dreigeschossig ausgelegt. Hanna Augustin, die sich im Bauressort schwerpunktmäßig im Bereich der Stadterneuerung engagiert, hielt es für vorstellbar, dass aus dem ehemaligen Verwaltungsgebäude ein Quartiershaus entstehen könnte.

Dafür wären 15,5 Millionen Euro eingeplant. Um Investitionskosten einzuwerben, wäre bereits ein Förderantrag gestellt worden, weil finanzielle Mittel im Rahmen des Aufrufs „Demokratie“ vergeben werden. Darüber würde noch in diesem Jahr entschieden werden. An dem komplexen Projekt wären fünf Ressorts beteiligt, berichtete Hanna Augustin. Auch

Ortsamtsleiter Oliver Fröhlich berichtete, dass man das Bundesförderprogramm mit großem Interesse verfolgen würde. Es beträfe 10 Millionen Euro, um die man sich beworben hätte, weitere fünf Millionen würden über das Sanierungsprogramm zur Verfügung gestellt werden. Grundsätzlich sollen jedoch keine falschen Erwartungen geweckt werden. Marco Pörtner wollte im Anschluß erfahren, ob es im Falle eines Scheiterns einen Plan B gebe.

Holger Jahn (CDU) wollte wiederum Nähere Informationen über die Zeitschiene erhalten. Doch dafür gebe es noch nichts Näheres zu berichten, da noch keine Zusage über eine Förderung vorliegen würde. Marc Pörtner fasste die Stimmungslage im Beirat zusammen, indem er zum Ausdruck brachte, dass man sich sehr freuen würde, wenn die Planungsstudie umgesetzt wird und das Rathaus wieder eine neue Funktion erhält. 


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