„Dillener Quartier“ soll entstehen

Blumenthaler Beirat beschäftigte sich mit dem Bauvorhaben

Auf dem 7,5 Hektar großen Freigelände entsteht das „Dillener Quartier“. Heutzutage wird es gerne für Spaziergänge von Anwohnern aufgesucht.Foto: TH

Artikel vom: 12.10.2022

Blumenthal – Die öffentliche Auslegung für das ausgewiesene „Dillener Quartier“ ist angelaufen. Im Rahmen einer Öffentlichkeitsbeteiligung können sich Interessierte bis zum 21. Oktober über Bauleitpläne und den Planungstand im Stadthaus Vegesack informieren. Im Foyer des Bauamtes Bremen-Nord liegen die Unterlagen aus. Der Bebauungsplan 366, so die amtliche Bezeichnung, weist ein 7,5 Hektar großes Gelände auf dem freien Areal zwischen Samlandstraße und Cranzer Straße, Turnerstraße, Striekenkamp sowie Neurönnebecker Straße und Am Rottpohl aus. Nach den vorliegenden Plänen werden dort Einfamilien- und Doppelhäuser entstehen, berichtete der beauftragte Stadtplaner Torben Sell aus Hamburg dem Beirat Blumenthal. Ferner sind mehrgeschossige Gebäude mit einer Mietpreisbindung vorgesehen. Auf eine energetische, klimagerechte Bauweise wird hoher Wert gelegt. Die Wärmeversorgung erfolgt über Wärmepumpen und Solarenergie. 50 Prozent der Dachflächen sollen mit Photovoltaikanlagen versehen werden. Auch eine Kita und eine Schule sind in Planung, und eine Seniorenwohnanlage im nördlichen Bereich Am Rottpohl soll entstehen. Die vorhandene Fuß- und Radverbindung zur Turner Straße wird in eine öffentliche Grünanlage mit Spielplatz eingebunden. In der öffentlichen Auslegung können weitere umweltbezogene Informationen eingeholt werden, wie zum Arten- und Baumschutz, sowie zur Regenwasserbewirtschaftung. Näheres ist auch über die Berechnung und Messung der magnetischen Felder durch die 110 kV-Hochspannungsleitung zu erfahren. Dazu liegt ein Gutachten aus. Ursprünglich trug das Areal die Bezeichnung „Cranzer Straße“. Doch weil sich das alte deutsche Seebad heute in der russischen Enklave Kaliningrad befindet, nahm man davon Abstand, erklärte Ortsamtsleiter Oliver Fröhlich. Das künftige Baugebiet wird von einer Planstraße erschlossen, die mit beidseitigen Gehwegen versehen wird. Sie endet mit einem Wendehammer. Man nutzt dabei die Rominter Straße und Striekenkamp für das rschließungssystem. Vorrangig möchte man Fuß- und Radwege schaffen. Nach Aussage der Stadtplanerin Linda Velte aus dem Bauamt Bremen-Nord wird das Gelände nach ökologischen Gesichtspunkten untersucht. Trotzdem müssten Ersatzflächen geschaffen werden. Daher sei man bemüht, mit der Unteren Naturschutzbehörde freie gleichwertige Flächen zu finden. Damit beantworte sie die Frage von Oliver Seegelcken (Grüne). Brigitte Dettmer (SPD) meinte, die geplante Seniorenwohnanlage wäre zu weit entfernt von den Bushaltestellen. Es gäbe eine Baumliste samt Einzelgutachten, so Linda Velte. Von den 36 Bäumen wären 25 geschützt. Für die gefällten würden neue gepflanzt. Ob Grundstücke in Erbbaupacht erworben werden können, wollte Andreas Bähr (Die Linke) wissen. Da sie sich im Besitz des Projektentwicklers befinden, sei dies nicht möglich, erfuhr er. Marcus Pfeiff (SPD) wiederum sprach von einem gelungenen Entwurf. Besonders das viele Grün würde das künftige Wohngebiet attraktiv machen. „Grundsätzlich möchten wir Familien ansprechen. Die Grundstücke werden bauträgerfrei verkauft. Gerne würden wir auch selbst bauen“, berichtete Projektentwickler Jens Crome aus dem Hause M Projekt.

Der Preis pro Quadratmeter würde zwischen 180 und 200 Euro liegen. Der Bauträger wird das gesamte Gebiet, die Planstraße und die kleinen Stichwege, über eine Tiefbaufirma erschließen. Und man sei schon mit einem Betreiber für die Seniorenwohnanlage im Gespräch.

Der Beirat wird in Kürze eine Stellungnahme abgeben. 


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