Mehr Kosten und mehr Kunden

Situation bei der Nordbremer Lebensmittelhilfe spitzt sich zu

Die Verbrauchermärkte zur Abholung anzufahren, ist ein Kostenfaktor.  Foto: fr

Artikel vom: 12.04.2026

Bremen-Nord – (rdr) Der Nordbremer Lebensmittelhilfe e. V. ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein mit Sitz in der Schwaneweder Straße 70. Etwa 50 ehrenamtlich tätige Mitglieder versorgen dort Menschen in Not mit Nahrungsmitteln. Doch in Zeiten von Energiekrise, Inflation und exorbitant hohen Benzinpreisen wird das für die Freiwilligen immer schwieriger. Zur Lebensmittelhilfe gehören ein gesponsertes Fahrzeug und zwei weitere ältere Modelle, die des Öfteren in die Werkstatt müssen. 

Mitarbeiter holen regelmäßig gespendete Lebensmittel von Verbraucher- und Supermärkten ab. Die Fahrten sind für den Verein – und nicht nur für den – mittlerweile noch teurer geworden. Dazu werden einmal pro Woche Lebensmittel an jene Haushalte ausgeliefert, denen es nicht möglich ist, zur Ausgabe zu kommen. Außerdem würden weniger Lebensmittel seitens der Märkte gespendet. 

Marcus Heine, erster Vorsitzender des Vereins, vermutet, dass Supermarktkunden aufgrund der finanziellen Gesamtsituation jetzt auch vermehrt auf Produkte zurückgreifen, die preisreduziert sind, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum kurz vorm Ablaufen ist.

Solche Lebensmittel waren zuvor an den Verein gespendet worden. Das Team von Marcus Heine kann derzeit so weniger Wurst, Joghurt, Obst und Gemüse an Bedürftige abgeben. Bei Brot ist die Menge etwa gleichgeblieben. An fünf Tagen in der Woche kommen insgesamt etwa 140 Familien zur Lebensmittelhilfe, um sich zu versorgen. Mehr als sonst. 

Wer den Verein unterstützen möchte, kann auf das Konto DE03 2905 0101 0001 6427 76 bei der Sparkasse Bremen einen Betrag überweisen. Bei größeren Summen sei es sinnvoll, die Adresse mit anzugeben, damit eine Spendenquittung ausgestellt werden kann. Nähere Informationen zur Nordbremer Lebensmittelhilfe erteilt Marcus Heine, telefonisch erreichbar unter 0173 / 30 78221.  Der erste Vorsitzende sagt: „Wir brauchen jeden Cent!“


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